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02.04.1999 - 

Will Mobilcom ein eigenes Festnetz?

Will Mobilcom ein eigenes Festnetz? RWE und Veba dementieren Verkaufspläne von Otelo

MÜNCHEN (CW/vwd) - Die Gerüchte über einen möglichen Verkauf der Düsseldorfer Otelo Communications GmbH reißen nicht ab. Wie es jetzt in Presseberichten hieß, hat der Konkurrent Mobilcom den Otelo-Gesellschaftern RWE und Veba angeblich 2,2 Milliarden Mark geboten.

Auslöser der neuesten Spekulationen ist ein Bericht des "Spiegels", demzufolge Mobilcom-Chef Gerhard Schmid seit Wochen mit den Finanzchefs der RWE AG, Essen, und der Veba AG, Düsseldorf, in Verhandlungen steht und nun Details vereinbart worden seien. Danach wolle das Schleswiger Unternehmen das Festnetz Otelos samt 2500 Mitarbeitern für rund 2,2 Milliarden Mark erwerben. Der Veba-Chef Ulrich Hartmann habe daraufhin den Aufsichtsrat benachrichtigt, eine offizielle Bestätigung stehe aber noch aus.

Die Dementis aus den Zentralen der Otelo-Gesellschafter ließen indes nicht lange auf sich warten. "Da ist nichts dran", kommentierte am Sonntag RWE-Pressesprecher Dieter Schweer die angeblichen Übernahmeverhandlungen mit Mobilcom. Ein Sprecher der Veba AG fügte hinzu, daß auch er nichts über derartige Gespräche wisse und Gerüchte um Otelo nichts Neues seien. Bei Mobilcom selbst wollte man sich zu den Behauptungen aus der Presse nicht äußern.

Nahrung erhalten die Spekulationen vor allem durch das bislang unbefriedigende Festnetzgeschäft Otelos. So hieß es vergangene Woche auf der Bilanzpressekonferenz der Veba, daß Otelo sich bereits beim Markteintritt nicht optimal positioniert habe und 1998 mit Zuschüssen von rund 500 Millionen Mark gestützt werden mußte. Auch in den kommenden Monaten sei laut Veba-Chef Ulrich Hartmann mit keiner wesentlichen Verbesserung zu rechnen. Nicht zur Dispositon stehe hingegen Otelos Mobilfunkangebot "E-Plus", das im vergangenen Jahr mit über zwei Millionen Teilnehmern erfolgreich zu den Wettbewerbern aufgeschlossen habe.

Käme der Deal zustande, würde Mobilcom, das bisher seinen Dienst über Mietleitungen anbietet, mit einem Schlag zur Nummer zwei unter den hiesigen Festnetzbetreibern avancieren und die starke Position auf dem TK-Markt weiter ausbauen. Bereits jetzt arbeite man laut Firmenchef Schmid über die Mietleitungen bei einem Preis von 6,5 Pfennig pro Minute kostendeckend. Zudem werde man noch 1999 Ortsgespräche in 26 Städten anbieten und sich hierzu an 400 bis 500 Hauptverteiler der Telekom anschließen. Hierzu sollen Investitionsmittel von rund 250 Millionen Mark bereitgestellt werden.