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30.01.2004 - 

PTC bindet zunächst SAP-Welt an

Windchill gibt dem ERP-Lager Kontra

MÜNCHEN (CW) - Der Markt für Product-Lifecycle-Management ist von ERP- und CAD-Herstellern gleichermaßen heiß umkämpft. Einen neuen Vorstoß in diesem Segment unternimmt jetzt die auf Konstruktions- und Produktentwicklungssysteme spezialisierte Firma PTC mit "Windchill 7.0".

Das in den Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen entstandene Produktdaten-Management (PDM) ist unter dem Begriff Product-Lifecycle-Management (PLM) zu einer unternehmensübergreifenden Disziplin herangewachsen. Für Fertigungsbetriebe geht es darum, Daten zu einem Produkt über dessen gesamten Lebenszyklus hinweg zur Verfügung zu stellen, also vom Engineering über die Produktion bis hin zu Vertrieb und Wartung. Softwareseitig wurde das Thema zunächst von Spezialisten wie Eigner und Matrix One und natürlich von CAD-Herstellern wie Dassault, EDS und PTC aufgegriffen. Mit der wachsenden Spannbreite von PLM hat inzwischen auch die ERP-Branche ihre Chancen erkannt: Baan, Oracle und SAP bieten seit geraumer Zeit entsprechende Module an. Nun ist das CAD-Lager bemüht, sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

Deshalb betont PTC bei der Vorstellung des Windchill-Upgrades, dass man eine enge Integration der PLM-Software mit der ERP-Welt angestrebt habe. "In modernen Herstellerunternehmen spielen PLM- und ERP-Systeme eine entscheidende, aber sehr unterschiedliche Rolle", differenziert James Heppelmann, Enterprise Vice President von PTC. Es habe sich jedoch gezeigt, dass die Anwender unnötige Risiken eingehen, wenn sie sich auf eines der beiden Systeme konzentrieren. Gefragt sei stattdessen eine Lösung, die eine Interoperabilität zwischen beiden Welten herstellt und Transaktionsintegrität sowie ein umfassendes Reporting bietet.

Diese Aufgabe soll zum Beispiel das in Zusammenarbeit mit dem Integrationsspezialisten Tibco entwickelte Windchill-Modul "Enterprise Systems Integration" (ESI) übernehmen. Die Komponente unterstützt zunächst die Anbindung der SAP-Welt, Konnektoren für weitere Enterprise-Systeme sind laut PTC in Vorbereitung. Auf diese Weise soll sich zum Beispiel die Fertigungsfreigabe mit R/3 4.6c vereinfachen lassen. So umfasst die Software konfigurierbare Templates für Geschäftsprozesse, mit denen Teilepakete erzeugt und gemeinsam genutzt werden können: Stücklisten, Dokumente und Änderungsmitteilungen für eine oder mehrere SAP-Instanzen. Die Prozess-Templates beinhalten sowohl integrierte Geschäftsabläufe als auch ein Transaktions- und Fehler-Management.

In Windchill selbst hat PTC vor allem die Collaboration-Features für verteiltes Engineering ausgebaut. Das neue Release vereint die beiden bislang getrennten Lösungen "Project Link" für die Teamarbeit sowie "PDM Link" zur Kontrolle der Produktdaten (Control) in einem System. Das heißt, Ingenieure können Produkte gemeinsam entwickeln, ohne die Verbindung zum formalen Produktdaten-Management zu verlassen. Um dies zu erreichen, lassen sich Informationen gezielt in einen sicheren Zusammenarbeitsbereich auslagern, auf den die autorisierten Anwender via Browser zugreifen, ohne die Daten im Kernsystem zu verändern.

Eine individuelle Homepage zeigt den einzelnen Benutzern projekt- und produktbezogene Daten. Die Darstellung arbeitet mit 3D-Miniaturbildern, die sich für ein besseres Verständnis der Produktinformationen drehen, schwenken und zoomen lassen. Word-Dokumente als Teil der Produktdokumentation können mit Markup-Informationen versehen werden. Aufgrund der J2EE- und Web-Services-Unterstützung lässt sich Windchill in vorhandene Web-Infrastrukturen integrieren. (ue)

Abb: Der Weg zur richtigen PLM-Lösung

Das Thema Product-Lifecycle-Management hat sich neben Spezialisten und CAD-Herstellern inzwischen auch das ERP-Lager auf die Fahnen geschrieben. Die Marktanalysten von AMR Research haben einen Entscheidungsbaum aufgesetzt, über den Anwender vorab sondieren können, in welcher Branche sie ihren Hersteller suchen sollen. Quelle: nach Vorlage von AMR Research