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27.05.2015 - 

Der CP-Querschläger – Kolumne

Windows 10 – das muss kacheln!

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Man kann es nicht kritisch genug betrachten, dieses kommende Windows 10. Doch auch wer am fortschrittlichsten Kachelsystem aller Zeiten zweifelt, kann der Datenkrake Microsoft nicht entkommen.

"Wie nennt man einen leeren Raum voller Kacheln? Eine real existierende sozialistische Metzgerei!" So ähnlich wie der klassische DDR-Witz der 70er Jahre kommt mir derzeit das einst so innovative Redmonder Softwarehaus vor.

Aus der Vision von Bill Gates ("Information At Your Fingertips") wurde eine Vision der Bespitzeler rund um den Globus. Einst sollten wir, die User, Informationen nach Wunsch erhalten, nun erhalten andere auf Wunsch Informationen über uns. Gerne verschwiegen wird, vom Konzern wie auch von den Fachmedien, dass Windows 10 einen Internetzugang erfordert. Auch dass der Vertrieb über den Handel nicht auf der Agenda von Microsoft steht, hält man gerne so lange wie möglich unter dem Teppich.

Den Metzger selbst wählen: Bei Windows 10 bietet man dem User einen leeren Raum voller Kacheln, der nur funktioniert, wenn die Freiheit geopfert wird.
Den Metzger selbst wählen: Bei Windows 10 bietet man dem User einen leeren Raum voller Kacheln, der nur funktioniert, wenn die Freiheit geopfert wird.
Foto: BlueSkyImage_shutterstock.com

Insgesamt kann man Windows 10 nicht kritisch genug betrachten. Wieso muss der Benutzer eines Betriebssystems ein Konto mit seinen persönlichen Angaben anlegen? Lässt sich die "lernende" Schnüffel-App Cortana auch abschalten? Wieso will ein Konzern biometrische Daten speichern?

Zu dem üblichen Marketing-Mumpitz ("schneller, besser, sicherer") kommt nun noch das Merkel‘sche Attribut "alternativlos" dazu. Denn wer an dem überragenden, innovativen und fortschrittlichstem Kachelsystem aller Zeiten zweifelt, hat zwar die Möglichkeit, bei Apple seine Daten zu hinterlegen oder mit Linux seinen Protest auszuleben – entfliehen kann er den Datenkraken allerdings nicht.

Ohne den Segen der "Big Brother" wie Google, Microsoft, Apple oder Facebook, geht künftig gar nichts mehr. Kein Booten, keine Mail, kein Telefonat und keine SMS, ohne dass es die Beherrscher der Informationen registrieren, kontrollieren und vielleicht auch manipulieren können.

Dabei soll doch ein Betriebssystem Dateien in meinem Speicher verwalten und Programme, die ich nutzen will, starten. Stattdessen bietet man mir einen leeren Raum voller Kacheln, der nur funktioniert, wenn der Metzger selbst gewählt und die Freiheit geopfert wird.

Mein Fazit: Nachdem die Windows-Versionen bis Nummer Sieben zumindest noch ansatzweise den Benutzer im Fokus hatten, sehe ich bei den neuen Microsoft-Produkten neben dem Konzern nur noch irgendwelche Suchmaschinen als Profiteure.

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