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10.09.2015 - 

Erwartungen der Microsoft-Partner

Windows 10 – ein enormes Potenzial

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und E-Commerce. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig.
Am 29. Juli wurde Windows 10 veröffentlicht. Wir haben einige Microsoft-Partner zu ihren künftigen Geschäftsmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Windows-10-Einführung befragt.

Privatanwendern und Kleinstkunden mit Home- und Professional-Editionen bietet Microsoft die Option, Windows 10 im ersten Nutzungsjahr als freies Update für ihre Windows-7- und Windows-8.1-Clients zu beziehen, da gibt es für den Fachhandel – zumindest in dem ersten Nutzungsjahr – also nichts zu verdienen. Anders sieht es natürlich beim Neukauf von Windows 10-Endgeräten aus.

Geschäftskunden wiederum sind meist mit Microsoft-Volumenlizenzen ausgestattet, und da funktioniert ein Update auf Windows 10 nur innerhalb des Enterprise-Support-Programms. Hier eröffnen sich aber Value Added Resellern und Systemhäusern interessante neue Geschäftsmöglichkeiten.

Wie erfolgreich wird Windows 10? Zunächst muss sich ein entsprechendes Ökosystem herausbilden, in dem ausreichend viele (mobile) User das neue Betriebssystem nutzen und der Bedarf nach weiteren Windows-10-Systemen quasi "organisch" erzeugt wird.
Wie erfolgreich wird Windows 10? Zunächst muss sich ein entsprechendes Ökosystem herausbilden, in dem ausreichend viele (mobile) User das neue Betriebssystem nutzen und der Bedarf nach weiteren Windows-10-Systemen quasi "organisch" erzeugt wird.
Foto: Microsoft

"Wollen unsere Business-Kunden auf Windows 10 umstellen, liegt unsere Kompetenz darin, sie bei der Migration mit Know-how und Erfahrung bestmöglich zu begleiten, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen", argumentiert zum Beispiel Norbert Franchi, Leiter des Geschäftsbereichs Software und Anwendungslösungen bei der Bechtle AG.

Business-Kunden nicht betroffen

Ähnlich sieht es Jochen Rapp, Solution Manager bei Computacenter: Viele unserer Kunden haben innerhalb ihres Windows-Enterprise-Edition-Lizenz-Programms eine laufende Software Assurance abgeschlossen, mit der sie jede neue Version von Windows lizenzkostenfrei nutzen können. Hinzu kommt, dass Windows-Lizenzen bei unseren Kunden nur einen Bruchteil der Updatekosten ausmachen – meist weniger als zehn Prozent. Wesentlich größer ist der Aufwand für Dienstleistungen innerhalb solcher Update-Projekte. Insofern hat die Tatsache, dass Microsoft bestimmte Editionen von Windows im ersten Jahr lizenzkostenfrei abgibt, für uns keine Bedeutung."

Quiz Hybrid Cloud

Florian Schenk, Key Account Manager bei der IT-Haus GmbH, stellt Microsofts Entscheidung, Windows 10 erstmals kostenlos abzugeben, sogar einen Vorteil dar, er erhofft sich dadurch zusätzliches, ursprünglich gar nicht geplantes, Geschäft mit Firmenkunden: "Da keine Lizenzkosten anfallen, bedeutet das für uns als Dienstleister ein enormes Potential, viele Kunden bei der Migration auf Windows 10 zu begleiten."

Für Gregor Primus, Head der Microsoft Business Unit bei Also, ist es schon ein Faustpfand, dass die Windows-10-Lizenzen im ersten Jahr kostenlos sind: "Fachhändler im B2C Segment stehen vor einer Challenge, da sie am unmittelbaren Verkauf, zumindest im ersten Jahr nach dem Launch von Windows 10 nicht direkt partizipieren."

Aber Primus sieht danach schon das Licht am Ende des Tunnels: "Dennoch: Im B2C.Segment ergeben sich interessante Aussichten auf zusätzliches Hardware-Geschäft. Windows 10 wird viele Endkunden, die noch alte Hardware und Windows XP oder Windows 7 im Einsatz haben, auf den Geschmack vom Arbeiten mit Touch bringen", glaubt der Also-Manager.

Im B2B-Segment steht Also dem kostenfreien Update von Windows 7 und 8.1 auf Windows 10 sehr positiv gegenüber: "Die Consumer können sich auf ihrem privaten Gerät schon einmal mit Windows 10 vertraut machen."

Da Windows 10 sowohl für die Touch-, als auch Desktop-Bedienung ausgelegt ist, sollten es Consumer leichter fallen, auf das neue Betriebssystem umzusteigen, als dies beim Update auf Windows 8 der Fall war. "Der Switch von Windows 7 oder 8.1 auf Windows 10 wird im Business Segment durch die vorhandene User Experience im Privatsegment geebnet und gefördert", da ist sich Primus ganz sicher.

"Mit dem kostenfreien Upgrade auf Windows 10 öffnet Microsoft Türen, die sonst wohl noch mehrere Jahre verschlossen geblieben wären. Gemeinsam mit unseren Fachhändlern freuen wir uns auf das neue, dadurch zusätzlich entstehende, Geschäftspotenzial", schließt der Also-Manager sein Pro-Windows-10-Statement ab.

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Inhalt dieses Artikels

 

hirnwuehler

Was ist eigentlich die Cloud?

Die Cloud Lösung ist eine standardisierte Leistung zu einem festen (kalkulierbaren) Preis mit einem genau definierten Umfang (soll ja schließlich auf alle passen) - "Ohne Schleifchen"!

--> zusätzliche Schleifchen erhält man dann bei Einwurf "kleiner Münzen"...
Das kann auf den Privatkunden und kleinere Firmen passen.
Je größer der Laden, desto mehr unterschiedliche Leistungen solcher Cloud Anbieter werden benötigt. Möchte man jedoch wie bisher die 'on premise' möglichen Synergieeffekte zweier oder mehrerer Produkte untereinander dann wieder nutzen glaube ich kaum das unterschiedliche Anbieter dafür sogen das genau für den Mandant X dies auch in der Cloud funktioniert.
Defacto kommt man dann nicht über eine zusätzliche "on premise" Daten-Drehscheibe herum (gut wenn man die bereits hat) um die Daten dann miteinander zu verbinden. Das widerum hat dann die Folge das die Daten mehrfach durch die WAN Strecke müssen und sich die Leitungskosten zusätzlich erhöhen.

Querschlaeger

Korrekt, jetzt sind es immerhin schon zwei die das glauben... ;) Aber die anderen machen es genauso. Adobe, Symantec, McAfee-Intel, Apple, Google mit Android. Leider sehe ich bisher keine einzige Alternative, die sich gegen eine totale Vercloudung stellt und dem stationären Handel ein Existenzminimum sichert.

hirnwuehler

Die Erwartungshaltung der Partner ist ziemlich hoch. Dafür hat MS mit seiner guten Marketingmaschinerie gesorgt. Vieles ist aber bisher nur auf dem Papier existent.
MS nutzt nun die Partner um auf diesem Weg noch höhere Marktanteile zu bekommen. Die Gefahr besteht darin das MS versuchen wird alle in seine Cloud zu bekommen und diese Services direkt zu vermarkten.
Was passiert dann mit den Partnern?
Der Mohr hat dann seine Schuldigkeit getan und kann dann gehen...

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