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12.10.2016 - 

Was Microsoft-Partner jetzt tun können

Windows 10 und der Channel

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und E-Commerce. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig.
Seit dem 1. September können Unternehmenskunden Windows 10 im Abo beziehen.

Im Vorfeld der Deutschen Partnerkonferenz Mitte Oktober 2016 in Bremen betonten die für die Vermarktung von Windows 10 hier zu Lande verantwortlichen Microsoft-Manager die steigende Akzeptanz des noch relativ jungen Betriebssystems bei Unternehmenskunden.

Markus Nitschke, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland: "Auf jedem dritten PC in Deutschland ist bereits Windows 10 installiert."
Markus Nitschke, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland: "Auf jedem dritten PC in Deutschland ist bereits Windows 10 installiert."
Foto: Microsoft

"Auf jedem dritten PC in Deutschland ist bereits Windows 10 installiert", so Markus Nitschke, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland. Damit sei der Marktanteil von Windows 10 heute schon so groß wie der von Windows 7.

"Und der Umstieg auf das neue Client-Betriebssystem lohnt sich, denn Windows 10 hilft Kosten zu sparen", so Nitschke zu ChannelPartner. Zwar verursache die Migration auf Windows 10 erstmals Kosten, allerdings würden diese Ausgaben nur 30 bis 40 Prozent der früheren Migrationskosten - etwa beim Umstieg auf Windows 7 - betragen.

Ferner würden sich diese Ausgaben rasch amortisieren, da die laufenden "Betriebskosten" von Windows 10 deutlich niedriger ausfallen als bei Windows 7. Auch die laufenden Upgrades, etwa das "Anniversary Update", würden nach Einschätzung des Microsoft-Managers viel einfacher von der Hand gehen. Außerdem steige die Produktivität der Wissensarbeiter unter Windows 10.

Dadurch würden sich laut Nitschke für Microsoft-Partner neuen zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten ergeben, denn auf für sie sinke der Aufwand pro Kunden und sie könnten nun in gleicher Zeit mehr Kunden mit Updates versorgen als bisher. "Partner könnten noch eigene Dienstleistungen, etwa einen Security Patch, noch drauf packen und dadurch die Kundenbindung erhöhen", meint der Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland.

Windows as a Service

Seite dem 1. September 2016 können nun kleine und mittelständische Firmen "Windows 10 Enterprise E3" im Abonnement beziehen, und seit dem 1. Oktober 2016 ist auch die um den "Windows Defender ATP" erweiterte "E5 SKU"-Version des neuen Betriebssystems als Service erhältlich. Die Kosten für die Nutzer halten sich dabei in Grenzen: Für die E3-Version zahlen sie 5,90 Euro monatlich, die E5 SKU-Edition schlägt mit 13,80 Euro pro User und Monat. Dabei kann jeder Anwender bis zu fünf unterschiedliche Windows 10-Endgeräte nutzen.

Partner können dieses Abonnement ihren mittelständischen Kunden anbieten, sofern sie an dem "Cloud Solution Provider"-Programm (CSP) angehören. Mit dem CSP erhält der Kunden einen Ansprechpartner für alle Cloud-Dienste von Microsoft, und dieser Dienstleister kann über Windows 10 hinaus auch noch weitere Add-ons und zusätzliche Web-Services seinem Kunden anbieten: etwa Office 365, Dynamics 365, also ERP- und CRM-Software aus der Cloud sowie eigene Lösungen. "Auch Azure-Services könnte der Cloud Solution Provider seinen Kunden anbieten", meint Corinna Roth, Product Marketing Manager Windows für KMU und Partner.

Für den Kunden hätte das den Vorteil, dass er seine Services über den Partner abrechnet, damit seinen Aufwand minimiert und sich auf sein eigentliches Kerngeschäft konzentrieren kann. Laut Roth wären bis zu 30 Prozent der deutschen Mittelständler an derartigen Geschäftsbeziehungen interessiert. Als Zielbranchen für derartige Dienste hat Microsoft das Gesundheitswesen, den Handel, Finanzdienstleister und Fertiger ausgemacht. "Das sind alles Unternehmen mit erhöhten Anforderungen an Sicherheit, Kontrolle und Datenmanagement, also Firmen mit sensiblen Kundeninformationen", verdeutlicht das Roth.

Meinung des Redakteurs:

Großes Geld werden Partner mit den Windows 10-Abonnements sicherlich nicht verdienen, das ist aber auch nicht Microsoft anzukreiden sondern eben der Entwicklung am Markt. Auch Software-Reseller kommen eben nicht umhin, sich von ihren herkömlichen transaktionellen Geschäften zu lösen und auf kontinuierliche Service-Verträge zu setzen. Wenn sie ihren Kunden Managed Services mit fester monatlicher Rate pro User und Endgerät verkaufen können, werden sie bei vernünftiger Kalkulation ihr gutes Auskommen finden. Und auf diese Weise lässt sich die Windows 10-Marge eben doch nach oben treiben. (rw)