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01.12.1995

Windows 95 verunsichert PC-Einkaeufer in Unternehmen Escom und SNI legen im dritten Quartal 1995 beim PC-Absatz zu

MUENCHEN (CW) - Escom ist in der Gunst der PC-Kaeufer Europas auf Platz drei gestiegen, im Herbst 1995 stammten 5,4 Prozent aller neuerworbenen Rechner von der deutschen PC-Ladenkette. Unangefochten an der Spitze liegt Compaq mit 13,1 Prozent Marktanteil, gefolgt von IBM mit 9,5 Prozent. Compaq hat aber im dritten Quartal dieses Jahres wie Apple und Olivetti wegen Lieferschwierigkeiten ueber einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verloren.

Der Rueckgang sei eine relativ aussergewoehnliche Situation fuer Compaq, da die Firma Mitte dieses Jahres erklaert hatte, die Lieferschwierigkeiten in Kuerze aus der Welt zu schaffen, sagte Steven Brazier vom Marktforschungsinstitut Dataquest in London. Gewonnen haetten dagegen PC-Hersteller wie Escom und Siemens- Nixdorf, die erfolgreich Rechner an Privatkunden verkauft haetten. Beide haben ihre Preise stark gesenkt, Escom beispielsweise innerhalb von sechs Monaten um mehr als 30 Prozent. Escom hat zusaetzlich 200 britische Filialen von Thorn EMI uebernommen und konnte so den Absatz auf der Insel kraeftig steigern.

"Escom ist nicht auf der Jagd nach dem kurzfristigen Gewinn. Das Unternehmen will seinen Marktanteil vergroessern und den Markennamen in ganz Europa bekannt machen", erlaeuterte Brazier.

Nach einer Studie des Marktforschungsinstituts International Data Corp. (IDC) gingen die PC-Verkaeufe hierzulande insgesamt schon seit Mitte dieses Jahres zurueck. Im gerade abgelaufenen dritten Quartal sei dann der Absatz nicht wieder wie in den Vorjahren gestiegen, sondern noch einmal um rund 2,4 Prozent gesunken. Grund dafuer sei die abwartende Haltung der PC-Kaeufer beim Wechsel auf das Betriebssystem Windows 95. Da die Kundschaft Windows NT und Windows 95 nicht klar einordnen koenne, seien vor allem Geschaeftskunden und DV-Manager zurueckhaltend, die in ihren Unternehmen nur ein einziges PC-Betriebssystem einsetzen wollten. Das vierte Quartal werde aber wahrscheinlich normal verlaufen und wie in den Vorjahren den Herstellern rund ein Drittel des Jahresumsatzes bescheren, sagte ein IDC-Sprecher in Kronberg.