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20.01.1995

Windows-Datenbank noch im Januar Oracles Workgroup/2000-Reihe steht kurz vor der Einfuehrung

MUENCHEN (CW) - Im ersten Halbjahr dieses Jahres wird Oracle in Sachen "Workgroup/2000" reichlich von sich hoeren lassen. Der Datenbankspezialist will mit dem Konzept ein Produktspektrum einfuehren, das die Unternehmens-DV bis hinunter zum Desktop abdeckt. Die PC-Datenbank "Personal Oracle" wird in den USA noch im Januar ausgeliefert.

Oracle hat die Workgroup/2000-Strategie auf drei Grundpfeiler gestellt. Neben der Windows-Datenbank Personal Oracle im Front- end-Bereich sind dies ein Relaunch des Datenbank-Management- Systems "Oracle 7.1" als "Enterprise Server" sowie ein davon abgeleiteter und modifizierter "Workgroup Server". Ferner soll eine Reihe von neuen Entwicklungs-Tools auf Objektbasis praesentiert werden. Hier hat Oracle wegen der haeufigen Kritik an der 4GL "Forms" wohl den groessten Handlungsbedarf.

Die urspruenglich fuer den Herbst vergangenen Jahres vorgesehene offizielle Ankuendigung der einzelnen Workgroup/2000-Komponenten konnte erst jetzt stattfinden. Der von der Oracle Corp. gesteckte Zeitplan sieht laut der CW-Schwesterpublikation "Computerworld" vor, dass die Windows-Version der Datenbank noch in diesem Monat fuer knapp 500 Dollar, das Macintosh-Pendant dagegen erst im zweiten Quartal dieses Jahres ausgeliefert wird. Wer 700 Dollar ausgibt, erhaelt das Front-end als "Extended Edition" mit Replikationsfunktionen fuer Enduser, die mit einem Unternehmens- Server verbunden sind. Die Freigabe der deutschen Version wird aller Voraussicht nach Oracles Messeknueller zur CeBIT sein.

Der Workgroup Server, urspruenglich fuer maximal 25 Anwender ausgelegt, soll in seiner nun fuer Windows NT und Netware verfuegbaren Fassung eine unbegrenzte Benutzerzahl unterstuetzen. OS/2-Rechner werden ab Februar bedient, die Plattformen Power-Mac, SCO Unix, Solaris und Unixware etwa zur Jahresmitte. Der Preis soll bei 200 Dollar pro Client oder 300 Dollar fuer jeweils gleichzeitig aktive User liegen.

Beim Enterprise Server kann sich die Windows-NT- und Netware- Gemeinde auf eine Auslieferung im Februar einstellen, OS/2- Anwender muessen bis Maerz warten. Das Datenbank-Management-System mit integrierten Replikations- und Management-Tools soll 550 Dollar pro Benutzer kosten.

Gratis diesen drei Workgroup-Bausteinen beigegeben werden die ansonsten 100 Dollar teuren "Oracle Objects for OLE", die eine Verbindung zwischen Oracle-Daten und anderen OLE-Anwendungen herstellen. Die bislang unter dem Codenamen "Project X" gefuehrten "Oracle Power Objects", ein objektorientiertes Entwicklungs- Toolkit, das gegen Microsofts "Visual Basic" positioniert wird, sind fuer Windows 3.1 und den Mac auf das Fruehjahr (Maerz oder April) terminiert.

Um das Geschaeft mit den Workgroup-Produkten anzukurbeln, hat sich Oracle in den USA zu einer elektronischen Ladentheke im World Wide Web (unter http://www.oracle.com) entschlossen. Interessenten koennen die Software dort kostenlos fuer einen 90taegigen Test kopieren.