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28.01.1994

"Windows" jetzt doch als Trademark Microsoft-Umsatz waechst im zweiten Quartal um 20 Prozent

REDMOND (CW) - Die Microsoft Corp. waechst kraeftig weiter. Im gerade beendeten zweiten Quartal des Geschaeftsjahres 1993/94 erzielte der Softwarehersteller ein Gewinnplus von 22 Prozent und wies einen Profit von 289 Millionen Dollar aus. Ausserdem meldete der Softwaregigant, dass das amerikanische Patent & Trademark Office zugestimmt habe, "Windows" als Warenzeichen eintragen zu lassen.

Der Umsatz von Microsoft stieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 1,13 Milliarden Dollar (Vorjahr: 938 Millionen). Wall-Street-Analysten bewerteten das Ergebnis, das knapp ueber den Erwartungen lag, positiv, zumal Microsoft-Chef Gates Mitte des vergangenen Jahres noch vor einem moeglicherweise langsameren Wachstum der Company gewarnt hatte. "Das ist ein beeindruckender Sprung", erklaerte David Readerman von Lehman Brothers gegenueber dem "Wall Street Journal". Wie das Blatt weiter berichtet, kletterte der Kurs der Microsoft-Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen um 3,6 Prozent auf 86,25 Dollar.

Nach Ablauf des ersten Halbjahres beziffert sich der Nettogewinn des Herstellers auf 528 Millionen und der Umsatz auf 2,1 Milliarden Dollar. In den vergleichbaren sechs Monaten des Vorjahrs hatte das Unternehmen einen Gewinn von 445 Millionen und Einnahmen von 1,76 Milliarden Dollar eingefahren.

Die Redmonder gaben ausserdem gegenueber dem "Wall Street Journal" an, dass das amerikanische Patent & Trademark Office seine Zustimmung erteilen werde, "Windows" als Warenzeichen zu behandeln, wenn der Begriff auf PC-Softwareprodukte bezogen wird. Damit verkehrt das Amt seine letztjaehrige Entscheidung ins Gegenteil. Damals hatten sich die Beamten geweigert, die Betriebssystem-Umgebung als Trademark anzuerkennen.

Schon im naechsten Monat soll "Windows" zum Warenzeichen erhoben werden. Diejenigen Konkurrenten, die sich schon frueher davor gefuerchtet haben, dass die Gates-Company sie mit dem Warenzeichen "Windows" drangsalieren werde, koennen sich vor Inkrafttreten der Massnahme aeussern.

Microsoft will das Warenzeichen deshalb eingetragen haben, weil es "Kunden schuetzt". Andere Hersteller koennten dann nicht mehr behaupten, ihr Produkt sei Windows-kompatibel, wenn das nicht der Fall ist, erklaerte Jonathan Lazarus, Vice-President System Strategies, gegenueber dem US-Blatt. Allerdings werde das Warenzeichen auch helfen, Windows als einen PC-Standard darzustellen, raeumte Lazarus ein.