Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

11.02.2005

Windows Mobile versteht endlich Word

In die nächste Version des Betriebssystems integriert Microsoft endlich eine vernünftige Word- und Excel-Unterstützung.

Während Microsoft den Erscheinungstermin seiner nächsten Desktop-Betriebssystem-Version Longhorn immer wieder verschiebt, beglückt die Company die Pocket-PC-Gemeinde mittlerweile jährlich mit einem neuen Release. So soll Windows Mobile 2005 das seit Mitte 2004 verfügbare Windows Mobile 2003 Second Edition ablösen. Branchenkenner gehen davon aus, dass Mitte Februar ein erster Release Candidate des neuen Systems, das intern den Codenamen Magneto trägt, fertig ist. Microsoft hält sich diesbezüglich noch bedeckt und behandelt Magneto wie eine Verschlusssache. So erhielten beispielsweise etliche Websites Post von Microsofts Rechtsabteilung mit der Aufforderung, die Informationen zu Windows Mobile 2005 zu entfernen, da ihre Publikation ein Verrat von Geschäftsgeheimnissen sei.

Allerdings schaffte es selbst Microsofts Rechtsabteilung nicht, den Informationsfluss in verschiedenen Blogs und Special-Interest-Seiten völlig zum Erliegen zu bringen. Nach diesen Informationen basiert das neue Betriebssystem im Kern auf Windows CE 5.0. Der Vorgänger setzte noch auf CE 4.2 auf. Zudem scheint Microsoft mit Mobile 2005 die bislang getrennten Betriebssystem-Varianten für Smartphones und Pocket-PCs zusammenzuführen wollen. Trifft dies zu, besitzen die PDAs künftig auch Softkeys am unteren Display-Rand, die bereits heute bei den Smartphones als kontextabhängige Schaltflächen genutzt werden.

Programmierer können künftig darauf bauen, dass Endgeräte mit Windows Mobile 2005 das .NET Compact Framework in der Version 2.0 verstehen, denn dieses soll künftig direkt im ROM bereitgestellt werden. Einfacher dürfte für Entwickler künftig auch das Programmieren von Anwendungen mit komplexen Grafiken sein, denn das neue System erhält mit Direct3DMobile einen DirectX-Ableger, der den Zugriff auf die Grafikfunktionen erleichtert. Des Weiteren bessert Microsoft in Sachen Connectivity nach. Gerüchten zufolge unterstützt das neue Release von Haus aus UMTS, und den Smartphones wird ein WLAN-Support spendiert. Letztere Funktionalität könnte dann etwa in Hotspots dazu genutzt werden, um per Voice over IP zu telefonieren oder um Datenmengen herunterzuladen.

Endlich hat Microsoft auch die Pocket-Varianten von Word und Excel überarbeitet, für deren Adaption auf den Minirechnern der Konzern in der Vergangenheit viel Kritik einstecken musste. Word erlaubt nun etwa die Verarbeitung von Listen und Tabellen. Excel selbst bietet eine Chart-Funktion, mit der sich aus den Excel-Spreadsheets nun auch auf dem Taschen-PC Tabellen erstellen lassen. Wer solche Funktionen in der Vergangenheit suchte, war auf Drittprodukte wie Textmaker oder Planmaker angewiesen, die etwa die Nürnberger Softmaker GmbH im Programm hat. Neu ist in Magneto auch ein Editor und Viewer für Powerpoint-Präsentationen. Beim Internet Explorer halten nun die vom Desktop bekannten Sicherheitsstufen Einzug. Damit soll sich die Ausführung von Web-Seiten in Abhängigkeit von der Verbindung und der Vertrauenswürdigkeit der Sites definieren lassen.

Unklar ist noch, ob nur die Käufer neuer Modelle in den Genuss von Windows Mobile 2005 kommen oder auch die Besitzer älterer Geräte. Im Gegensatz zum PC können nämlich Windows-Mobile-Benutzer nicht einfach ein Betriebssystem-Upgrade aufspielen, sondern benötigen vom Hersteller eine Version, die an die gerätespezifische Hardware angepasst ist. Bis Redaktionsschluss war jedoch kein Unternehmen zu einer offiziellen Stellungnahme bereit. Dies gibt aus Anwendersicht wenig Hoffnung auf ein Upgrade, denn in der Vergangenheit ließen etliche Produzenten ihre Kunden im Regen stehen.

Upgrade-Politik

Vor allem Hewlett-Packard, das Unternehmen versteht sich gerne als Hersteller von Premium-Pocket-PCs mit entsprechend hohen Preisen, bekleckerte sich hier in Sachen Kundenfreundlichkeit nicht gerade mit Ruhm. Kistenschieber Dell, im Pocket-PC-Segment eher einer der Billiganbieter, bot dagegen frühere Upgrades gegen eine Gebühr an. Widersprüchliche Signale in Sachen Upgrade melden Benutzer in Internet-Foren von Fujitsu-Siemens: Während ein Teil der User vom Support eine Upgrade-Zusicherung erhielt, bekamen andere die Auskunft, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. (hi)