Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.04.1994

Windows NT als Nutzniesser der Unix-Diaspora Intel-Chef Grove: "Unix ist derzeit in ernsthafter Gefahr"

SAN FRANZISKO (IDG) - Fuer die Zukunft von Unix sieht Intel-Boss Andy Grove schwarz. Sollte das Konzept des offenen Betriebssystems nicht bald vereinheitlicht werden, muss Unix, so prophezeit Grove, ueber kurz oder lang Marktpotentiale an den Konkurrenten Windows NT abtreten.

"Die Unix-Gemeinde muss schnell handeln, um endlich eine standardisierte und kompakte Version des Betriebssystems bereitzustellen", forderte Grove, President and CEO der Intel Corp., auf der Uniforum-Konferenz in San Franzisko. Das Betriebssystem habe sich in eine defensive Position draengen lassen und Windows NT nahezu kampflos das Feld ueberlassen, kritisierte der Intel-Boss. Groves Fazit: "Unix befindet sich derzeit in ernsthafter Gefahr."

Der zukunftstraechtige Hardwaremarkt sei im Bereich der Applikations-Server zu suchen. Erfolgversprechende Betriebssysteme fuer diese Plattformen erforderten jedoch Leistungen von mindestens 100 Mips - integrierte Multiprocessing-Faehigkeiten, skalierbare I/O-Optionen sowie einheitliche Management-Funktionen seien unumgaenglich.

"Was fehlt, ist ein markttaugliches, herstelleruebergreifendes Enterprise-Betriebssystem", konstatierte der Intel-Chef. Da Microsoft bei Entwicklung und Marketing schnell reagiere, muessten sich die Anbieter zu einer einheitlichen Unix-Variante durchringen.

Indes stimmten nicht alle Konferenzteilnehmer mit den Ansichten von Grove ueberein. "Windows NT ist das Beste, was Unix passieren konnte", so Ken Lawrence, Director of Unix Development bei Wordperfect. Zwar raeumt Lawrence ein, dass die 32-Bit- Funktionalitaet von NT auf Zuspruch gestossen ist. Alles in allem aber sei NT bisher eine grosse Enttaeuschung gewesen.