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05.05.2000 - 

Winhec 2000 in New Orleans

Windows-Palette wird vielfältiger

MÜNCHEN (CW) - Auf der diesjährigen Windows Hardware Engineering Conference (Winhec) in New Orleans hat Microsoft Entwicklungspläne und Positionierung seiner Betriebssysteme erläutert.

Der PC werde seine zentrale Rolle behalten, und "das Beste kommt erst noch", das war von Bill Gates zu erwarten. Doch diesmal stellte er den Rechner primär als Integrationspunkt für Internet-Appliances vor. Solche smarten Gerätschaften könnten durchaus mit den PC-Verkäufen gleichziehen, so der Microsoft-Chef, ihren eigentlichen Nutzen entfalteten sie aber nur, wenn sie über PCs als Steuergeräte vor Ort vernetzt seien. Gates führte erstmals eine MS-Betriebssystem-Entwicklung unter dem Projektnamen "Whistler" vor. Das System mit integriertem "Internet Explorer" soll in der zweiten Hälfte nächsten Jahres erscheinen.

Carl Stork, Microsofts General Manager für Windows-Hardware-Strategie, durfte Whistler ausführlicher darstellen. Das System soll in zwei Versionen erscheinen. Die für Privatanwender dürfte als Weiterentwicklung von Windows ME hinsichtlich digitaler Medien und Appliances ausfallen. Sie lässt Vereinfachungen in der Benutzerführung erkennen.

Die Client-Version ist auf einige Eigenarten eingerichtet, die allerdings erst im Zusammenspiel mit der Server-Ausgabe relevant werden. So sollen bessere, integrierte Tools für Netzadministratoren nicht nur die Client-Installationen vereinfachen, wobei sie auch die Benutzeroberfläche verändern, sogar das System selbst soll sich auf ein Minimum reduzieren lassen.

Die Server-Seite soll sich einfacher konfigurieren und optimieren lassen sowie über die Möglichkeit zur remoten Steuerung verfügen. Whistler soll als Advanced Server bis zu 32 Prozessoren sowie Vier-Node-Clustering, doppelt so viel wie der Windows 2000 Advanced Server, unterstützen.

Die Möglichkeit, Whistler von allen möglichen Betriebssystem-Teilen zu befreien, die im konkreten Fall nicht gebraucht werden, zielt nicht nur auf schlankheitsorientierte Anwender, sondern widerspiegelt Microsofts Interesse an Embedded Systems. Die auf der Winhec bekannt gegebene Gründung eines eigenen Geschäftsbereichs "Embedded and Appliance Group" lässt koordinierte und stärkere Aktionen in einem Bereich erwarten, der zur Zeit im Sog der Open-Source- und Linux-Welle ist.

Chef der neuen Microsoft-Division ist Bill Veghte. In seine Zuständigkeit fallen die Arbeiten an Windows CE (auf der Winhec für Juni angekündigt), Windows NT Embedded und das für diesen Sommer angekündigte Windows 2000 Server Appliance Kit. Er erklärte, dass es eine Embedded-Version des normalen Windows 2000, in Analogie zum NT-Derivat, gar nicht erst geben werde.

Er positionierte NT Embedded als eine Art Einstiegssystem, bei dem man Funktionen gut steuern könne. Demgegenüber soll das Windows 2000 Server Appliance Kit vor allem "robuster" sein. Beide könnten letztlich Whistler zum Opfer fallen. Veghte will sich dessen Minimierungsmöglichkeiten zunutze machen. Ein "Whistler Embedded" soll drei Monate nach der Orginalausgabe, also etwa Ende 2001, fertig sein.