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04.04.2003 - 

Verhaltene Migrationsstimmung

Windows Server 2003 steht für Hardwarebranche in den Startlöchern

MÜNCHEN (CW) - "Release to Manufacturing" (RTM) hieß es vor wenigen Tagen für Microsofts neues Betriebssystem "Windows Server 2003". Obwohl die offizielle Freigabe erst am 24. April erfolgen soll, können Hardwarehersteller schon jetzt damit beginnen, ihre Maschinen mit dem OS zu bestücken.

Allerdings scheint bislang nur Unisys die Freigabe nutzen und ab sofort mit dem neuen Betriebssystem ausgestattete Server anbieten zu wollen. Hersteller wie Dell oder IBM werden dagegen den April-Termin abwarten, um mit ihren Verfügbarkeitsmeldungen an die Öffentlichkeit zu treten. So plant Dell, das Betriebssystem in allen Poweredge-Servern anzubieten, IBM will zu diesem Datum Zwei-, Vier- und Acht-Prozessor-Systeme mit Windows Server 2003 auf den Markt bringen. Ein 16-Prozessor-Server ist nicht vor Juni geplant.

Verärgerung über Aufschub

Gründe für ihre Zurückhaltung nennt die Hardwarebranche zwar nicht, Marktbeobachter gehen aber davon aus, dass Microsofts mehrmals verschobene Freigabe der Final-Version für Verärgerung gesorgt hat.

Eile scheint ohnehin nicht geboten zu sein. Die Yankee Group hat Unternehmen nach ihren Migrationsabsichten befragt und rechnet aufgrund der Ergebnisse damit, dass im Laufe der kommenden zwölf Monate nur zwölf Prozent der Microsoft-Anwender auf das Server-Upgrade umsteigen werden. Verärgerung sei auch hier über die ständigen Verzögerungen des ursprünglich für Oktober 2001 terminierten Betriebssystems zu spüren gewesen, so die Analysten. Hinzu komme die Warnung von Experten, den Aufwand für das Upgrade vor allem in Zeiten knapper IT-Budgets nicht zu unterschätzen. Von den 1000 Antwortenden auf die Yankee-Befragung wollen zwar 34 Prozent generell auf die neue Version umsteigen, 63 Prozent davon haben sich für diese Aufgabe aber keinen festen Zeitplan vorgenommen.

Dabei gibt sich Microsoft alle Mühe, die IT-Administratoren mit Schlagworten wie Konsolidierung, Sicherheit und Performance vom neuen Produkt zu überzeugen.

Kostensenkung als Lockmittel

Schon die Deployment-Kosten sollen im Vergleich zu denen von NT Server 4.0 um bis zu 50 Prozent niedriger sein. Ebenso seien die Transaktionskosten erheblich reduziert, und die Systemstabilität wachse aufgrund der Verbesserungen im Treibermodell und der Recovery-Features um 40 Prozent. Bill Veghte, Vice President von Microsofts Windows Server Division, lockt mit weiteren Zahlen: Die Eigenschaften von Windows Server 2003 erlaubten eine Konsolidierung der eingesetzten Server um bis zu 30 Prozent. Dank der ausgefeilteren Management-Features würden die Betriebskosten um rund 20 Prozent sinken.

Sieben Varianten wird es von Windows Server 2003 geben, da-runter 64-Bit-Versionen für den Itanium-2-Chip. Zeitgleich mit dem Betriebssystem wird im April auch ein 64-Bit-fähiger "SQL Server 2000 Enterprise Edition" freigegeben, der sich durch die Unterstützung speicherintensiver, hochperformanter Anwendungen auszeichnen soll. (ue)