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Öffentliche Vorabversion


12.06.2015 - 

Windows Server 2016 TP2 – die Neuerungen im Überblick

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
Microsoft stellt eine öffentliche Vorabversion des Windows Server 2016 zum Download parat. Wir haben die zentralen Neuerungen der Technical Preview 2 des kommenden Windows Server zusammengefasst.

Interessierte Anwender und Administratoren können die Vorabversion des kommenden Windows Server entweder als VHD-Datei oder als ISO-Image herunterladen. Auf der Download-Seite findet sich auch der Product Key. Die Technical Preview 2-Version läuft am 15. Oktober 2015 ab. Der Windows Server 2016 soll im Jahr 2016 erscheinen.

Download Windows Server Technical Preview 2

Gegenüber der ersten Technical Preview des neuen Windows Server von Ende 2014 sind einige Neuerungen hinzugekommen, zudem wurde die Oberfläche angepasst. Wir haben die wichtigsten Neuerungen für Sie zusammengefasst.

Nano-Server teilweise integriert

Mit dem Nano-Server sollen Unternehmen noch kompaktere Server bereitstellen können, als bisher mit der Core-Variante möglich war. Nano-Server verfügen über keinerlei Verwaltungswerkzeuge und erlauben keine lokale Anmeldung. Auch der Remotedesktop ist auf diesen Servern nicht verfügbar. Administratoren können diese Server nur über das Netzwerk verwalten, oder vom lokalen Hyper-V-Host aus.

Weniger Bestandteile sorgen auch dafür, dass weniger Updates notwendig sind und so auch weniger Angriffspunkte, so Microsoft. Gleichzeitig würden weniger Updates auch weniger Neustarts erforderlich machen. Microsoft spricht von 92 Prozent weniger kritischen Sicherheitsupdates, im Vergleich zum traditionellen Windows Server.

Die Installationsdateien von Windows Server 2016 umfassen ein neues Verzeichnis "Nanoserver". In diesem befindet sich ein WIM-Image, auf dessen Basis sich der Nano-Server extrahieren lässt. Allerdings ist diese Technik derzeit wenig funktional. Zukünftig sollen sich mit der Technologie auch Docker-Images mit Windows Server 2016 bereitstellen lassen.

Host Guardian Service und Network Controller - Firewall für Hyper-V

Als neue Serverrolle wurde auch der Host Guardian Service in den Server-Manager integriert. Derzeit hat Microsoft allerdings noch wenige Informationen dazu veröffentlicht, wie der Dienst gesteuert werden kann und welche genauen Funktionen er bietet. Die Hauptaufgabe des Dienstes soll die Abschottung des Hosts von einzelnen VMs sein, beziehungsweise VMs voneinander trennen.

Im Bereich der Netzwerk-Absicherung spielt auch der Network-Controller eine wichtige Rolle. Der Serverdienst erlaubt die zentrale Steuerung und Überwachung von Hardware-Netzwerkgeräten, aber auch von virtuellen Switches und virtuellen Netzwerkkarten auf Basis von Hyper-V. Network Controller erweitert die Software Defined Networking-Funktionen in Windows-Server durch eine zentrale Steuerung und Überwachung.

Neuerungen in Hyper-V 2016

Microsoft hat auch den Hyper-V-Manager etwas überarbeitet. Verbinden Sie sich mit einem Hyper-V-Host können Sie jetzt für jeden angebundenen Server unterschiedliche Authentifizierungen verwenden. Außerdem nutzt der Hyper-V-Manager zur Anbindung jetzt das WS-MAN-Protokoll was sicherer, schneller und einfacher anzubinden ist.

In Windows Server 2016 können Admins virtuelle Netzwerkadapter im laufenden Betrieb einer VM hinzufügen. Auch der Arbeitsspeicher lässt sich jetzt im laufenden Betrieb ändern, selbst man nicht mit Dynamic Memory arbeitet. Dazu muss die VM aber als Generation 2-VM installiert sein. Die Integrationsdienste (Integration Services) werden in der neuen Version nicht mehr über ISO-Dateien aktualisiert, sondern über Windows Server Update Services (WSUS).

Neue virtuelle Server in Hyper-V 2016 unterstützen die Production Checkpoints. Bei dieser Technik wird nicht der Speicherzustand der VM im Hyper-V zur Erstellung des Snapshots verwendet, sondern zusätzlich noch der Volume Shadow Service (VSS) innerhalb der VM. Dadurch bekommen die virtuellen Server mit, dass ein Snapshot erstellt wird, und die internen Serverdienste der VM werden darüber informiert und können mit gesichert werden. Auf dieser Basis sichern Sie zum Beispiel jetzt effizienter Domänencontroller, Datenbank-Server und Exchange, auch wenn die Server virtualisiert wurden. Die Einstellungen dazu finden Sie in den Eigenschaften jeder VM im Bereich Checkpoints.

In der neuen Hyper-V-Version lässt sich Linux besser virtualisieren. Linux-VMs unterstützen auch die Production Checkpoints, verwenden statt VSS aber den System Puffer.