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15.11.2005

Windows Vista nicht vor 2008 einführen

Gartner empfiehlt Unternehmen, sich mit dem XP-Nachfolger Zeit zu lassen.

Das von Microsoft für Ende des kommenden Jahres angekündigte Betriebssystem-Update wird im Vergleich zur aktuellen Version mit vielen tief greifenden Verbesserungen aufwarten, so die Analysten von Gartner. Anwenderunternehmen empfehlen die Experten deshalb eine Strategie der "kontrollierten Diversifizierung" ihrer Client-Systeme. Konkret meint Gartner, dass Vista nur mit neuen Maschinen eingeführt werden sollte, und zwar nicht vor dem Jahr 2008. Die von Microsoft im Zusammenhang mit dem Update ins Feld geführten Sicherheits-Features seien zwar wichtig, ließen sich derzeit aber auch durch Produkte von Drittanbietern nachrüsten. Als Beispiel nennen die Analysten die gegenüber dem XP Service Pack 2 deutlich verbesserte Vista-Firewall. Wollen Anwender, insbesondere wenn sie mobil arbeiten, einen ausreichenden Schutz ihrer Endgeräte gewährleisten, müssen sie ohnehin schon jetzt auf eine funktionsreichere Firewall setzen, als sie Windows derzeit bietet. Auch die mit Vista angekündigten erheblich komfortableren Suchfunktionen seien bereits jetzt etwa mit Google-Tools möglich.

Darüber hinaus stellt Gartner gewisse Ungereimtheiten in der Produktstrategie Microsofts fest. So warte die für Anfang 2006 vorgesehene Version 7 des "Internet Explorer" mit interessanten Sicherheitsfunktionen auf, von denen jedoch einige wichtige erst in Kombination mit Vista nutzbar sind.

Laut einer Umfrage von Forrester Research werden ohnehin die wenigsten Firmen das neue Windows einführen, sobald es verfügbar ist. Viele wollen ein zweites Service Pack abwarten oder haben derzeit noch gar keine Pläne. (ue)