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11.05.2001 - 

Statt XP: Whistler-Server heißen "2002"

Windows XP kommt später, Office XP ohne Vermietung

MÜNCHEN (CW) - Microsoft hat die Fertigstellung von Windows XP (Whistler) verschoben. Nachdem Medien bereits von einer Verzögerung bis 2002 gesprochen haben, gab der Hersteller nun den 29. Oktober als definitiven Auslieferungstermin bekannt. Ganz nebenbei haben die Redmonder auch noch das geplante Softwareservice-Modell für Office XP in den USA kurz vor Erscheinen abgeblasen.

Große Verwirrung gab es um den Termin für die Windows-XP-Premiere. Nach Angaben einiger Analysten hat Microsoft den internen Fahrplan für die Fertigstellung des Betriebssystems verlängert, weil noch einige Hardware- und Treibertests vorgenommen werden müssen. Es geht dabei in erster Linie um einen kommenden Intel-Chipsatz für den Pentium 4, der DDR- und SDRAM-Speicher unterstützen wird. Da dieser Chipsatz für den Massenmarkt der preisgünstigen Pentium-4-Systeme vorgesehen ist, kann sich Microsoft keine Fehler erlauben. Schließlich rechnen die Hersteller damit, dass gegen Jahresende gerade die Kombination aus Intels neuem Flaggschiff und Microsofts neuem Windows die PC-Nachfrage ordentlich ankurbelt.

Nun hat die Gates-Company zumindest die Gerüchte dementiert, dass das System nicht mehr vor Jahresfrist an die PC-Hersteller geliefert werde. Doch der neue Termin Ende Oktober dürfte bedeuten, dass tatsächlich erst Anfang 2002 die ersten PCs mit Windows XP in den Regalen stehen.

Zeit zum TestenDie Industrie benötigt nämlich nach der Auslieferung ihrerseits mehrere Wochen, um in ausgiebigen Tests die Zuverlässigkeit verschiedener Hardwarekonfigurationen zu erproben. Nach Einschätzung einiger Experten dürfte bei einer Verzögerung über den August hinaus der Zeitrahmen für eine Fertigstellung vor 2002 nicht mehr ausreichen.

Die Server-Varianten von Whistler werden sich vom Namen her von den Desktop-Versionen unterscheiden, wobei alle neuen Systeme nun auf dem gemeinsamen NT/2000-Kern basieren. Als offizielle Bezeichnung hat Microsoft hat nun "Windows 2002 Server" festgelegt. Für den Desktop-Einsatz wird das Unternehmen den Windows-9x-Nachfolger "Windows XP Home Edition" und den Windows-2000-Nachfolger "Professional Edition" sowie eine künftige 64-Bit-Variante anbieten.

In letzter Minute machte der Hersteller einen Rückzieher bei seinen ehrgeizigen Softwareservice-Plänen mit Office XP. US-Kunden haben nun doch nicht wie geplant beim Start der neuen Bürosuite am 31. Mai die Möglichkeit eines Abos. Nach Angaben eines Sprechers bekenne man sich zwar weiterhin zu dem neuen Modell, man werde es jedoch zunächst auf die Testmärkte Australien und Neuseeland beschränken.

Insider gehen davon aus, dass sich die Redmonder nicht die erwartet hohen Umsätze aus dem Upgrade-Geschäft entgehen lassen wollen. Immerhin zählt Office zu den Haupteinnahmequellen des Anbieters. Die Umsätze mit der Desktop-Software sind im dritten Quartal lediglich um sieben Prozent gestiegen (Vorquartal: 40 Prozent), während der Gesamtumsatz um 37 Prozent gewachsen ist.