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11.06.2007

Winzige Speicherriesen

Flash-Speicher-Medien erzielen hohe Wachstumsraten - die neuesten Karten und Sticks eignen sich sogar für High-Definition-Videos.

Von Ulrike Goreßen

Aktuelle Marktdaten spiegeln die wachsende Bedeutung von Flash-Speicher-Medien eindrucksvoll wieder. Nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) wurden im vergangenen Jahr 15,25 Millionen Speicherkarten in Deutschland verkauft - das sind fast 20 Prozent mehr als in den zwölf Monaten zuvor. Für 2007 prognostiziert die gfu sogar über 17,5 Millionen verkaufte Flash-Karten, was einem weiteren Wachstum von etwa 15 Prozent entspricht. Die Verkäufe von USB-Sticks beziffert die gfu mit fünf Millionen im Jahr 2006, das sind über 56 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Für 2007 erwartet die Gesellschaft eine weitere Steigerung um 20 Prozent auf sechs Millionen Stück.

Speichervolumen steigt - Preise sinken

Die Speicherkapazität von Chipkarten und USB-Sticks verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre. Gleichzeitig sinken die Preise dieser Medien: Im Jahr 2006 zahlten die Kunden in Deutschland durchschnittlich 25 Euro für einen USB-Stick, rund 25 Prozent weniger als im Jahr 2005. In der Sparte Memory-Karten sank der Durchschnittspreis auf etwa 31 Euro - um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (beide Preise jeweils bei steigender Speicherkapazität).

Die höchsten Speicherkapazitäten von Memory-Karten liegen derzeit bei 8 Gigabyte. Dieses Speichervolumen reicht für 8.000 Digitalfotos in mittlerer Auflösung, für 2.500 MP3-Songs, für zwei Spielfilme in guter Fernsehqualität oder für 16 Spielfilme, die für mobile Multimedia-Player kodiert wurden. USB-Sticks sind bereits mit 16 Gigabyte zu haben, Tendenz weiter steigend.

Parallel zur Speicherkapazität wächst auch die Bedeutung der Schreib- und Lesegeschwindigkeit moderner Flash-Medien. Das derzeit höchste Lesetempo liegt bei etwa 45 Megabit pro Sekunde; damit lassen sich sogar Digitalvideos in HD-Auflösung direkt von der Speicherkarte abspielen - ganz ohne Ruckeln oder unliebsame Unterbrechungen.

Solche Qualitäten erweitern die Einsatzfelder von Flash-Speichern kontinuierlich. Schon vor Jahren kamen erste Camcorder auf den Markt, die erstmals mit Speicherkarten filmten. Jetzt gibt es sogar erste High-Definition-Videokameras, die ausschließlich mit Flash-Karten aufnehmen - also ganz ohne Speicher mit mechanischen Komponenten auskommen. Immer mehr Autoradio- und DVD-Rekordermodelle sind mit USB-Anschlüssen ausgerüstet, über die sie Musikarchive oder Fotosammlungen direkt von einem USB-Stick abspielen können.

Multimedia-Player für die Hosentasche, bis vor Kurzem noch überwiegend Geräte mit eingebauter Festplatte, haben immer öfter ein mechanikfreies Innenleben - preisgünstige Flash-Chips machen es möglich. Die Vorzüge solcher Halbleiterlösungen liegen auf der Hand: Die Chips sind winzig und leicht, verbrauchen kaum Energie, vertragen selbst heftige Erschütterungen und arbeiten praktisch verschleißfrei.

Flash-Speicher als Festplattenersatz

Diese Eigenschaften prädestinieren Flash-Speicher sogar zum Festplattenersatz in Notebooks. Schon jetzt bietet die Industrie passende Speichermodule mit bis zu 32 Gigabyte an. Noch in diesem Jahr sollen erste Laptops mit solchen Massenspeichern auf den Markt kommen. Sie werden noch einen weiteren Vorzug haben: Das Hochfahren des Betriebssystems, bis heute eine lästige Zwangspause, dürfte sich mit schnellen Flash-Speichern auf wenige Sekunden reduzieren.

Bereits heute zeichnet sich ab, was solche Techniklösungen für die klassische Unterhaltungselektronik bedeuten: Mobilfernseher, die eingebaute Flash-Massenspeicher für Videomitschnitte nutzen oder kompakte Settop-Boxen, die dank solcher Bauteile zeitversetztes Fernsehen anbieten, sind keine Utopie mehr.