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14.04.2015 - 

Der CP-Querschläger – Kolumne

Wir Kleinen hatten es mal richtig gut

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Wieder einmal muss ich mich über Microsoft ärgern. Diesmal ganz konkret um die An- und Abkündigungen in der Welt des von mir einst so geschätzten Betriebssystems Windows Home Server.

Ausgerechnet Microsoft hatte mit Windows Home Server einst eine Software, die günstig war, funktionierte, ohne Lizenzgedöns auskam und keinen Cloud-Zwang kannte. In der jüngsten Version kam sie sogar mit 64 Bit und Windows 7 bis runter zu XP zurecht.

Windows Home Server 2011: Der Support seitens Microsoft endet am 12. April 2016.
Windows Home Server 2011: Der Support seitens Microsoft endet am 12. April 2016.
Foto: Microsoft

Und was macht man mit einer Software, die nahezu unkaputtbar ihre Arbeit macht? Richtig – den Support einstellen! Die Aussage von Microsoft, dass es ja genügend Serverprodukte als Ersatz für Windows Homeserver gäbe, zeugt davon, dass dieses Produkt unberechtigt ein Schattendasein lebte. Auf die Frage nach einer Migration verweist das Marketing der deutschen Niederlassung auf User-Foren – oder man wartet, wie es mir in einem Webinar erging, noch immer auf eine Antwort.

Es schert den Konzern nicht, was KMUs machen, wenn sie nicht in die Cloud wollen. Also müssen für diese Firmen Alternativen her, die professionell Daten und Images während des normalen Betriebs von Windows-Clients mit unterschiedlichen Versionen sichern können.

Ein typischer Kleinbetrieb im Handwerk oder bei Freiberuflern muss meist nur eine Handvoll Rechner überwachen. Relevante Anwendungen und Daten beschränken sich auf ein paar Gigabyte, entsprechend günstig könnte auch die Datensicherung sein. 40 Euro pro Terabyte NAS-Speicher ist günstig, dazu die Kosten für das NAS-Gehäuse samt Betriebssystem – fertig.

Doch was sich in dieser Preisklasse auf dem Markt herumtreibt, sind mehr oder minder funktionierende Netzwerkspeichergeräte mit rudimentären Backup-Funktionen. Dazu kommt, dass die meisten "Lösungen" über Apps verfügen, die den Zugriff von "überall" her erlauben.

Wirklich sicher klingt das nicht. Und auch wenn komplette Systeme gesichert sind, heißt es noch lange nicht, dass sie nach der Wiederherstellung auch einwandfrei funktionieren. Deshalb hoffe ich mal mit meinen KMU-Kunden, dass wir bald eine echte Lösung finden.

Mein Fazit: Manchmal träume ich davon, dass Bill Gates wieder das Ruder in die Hand nimmt und die Cloud-Protagonisten allesamt zum Teufel jagt. Eine bezahlbare, sichere Alternative ohne Geheimdienst-Hintertür wäre natürlich auch schön.
Bis demnächst, Euer Querschläger!

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AL

@Hansi55 - stimmt, Fachkompetenz ist gut - ich mache den Job über 30 Jahre - ist das ausreichend genug? ??

Hansi55

@AL: .. Hansi55, da war jetzt aber jemand richtig gescheit
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Das hat eher was "Fachkompetenz und Kundenorientierung" zu tun.

@AL: Aber einmal - war bis zu einem bestimmten Zeitraum der Download der verschiedenen Windows 7 Versionen gar kein Problem

AL

... Hansi55, da war jetzt aber jemand richtig gescheit - vorhalten von Installations-DVD 's und die Erstellung von universellen Boot Medien, die alle Windows Versionen installieren lassen - ja, das kann man machen!

Aber einmal - war bis zu einem bestimmten Zeitraum der Download der verschiedenen Windows 7 Versionen gar kein Problem - warum soll man sich also die Festplatte voll müllen - und dann kostet die Erstellung von diversen Boot Medien auch immer Zeit - unbezahlte Zeit!

Ob man einem Kunden dann nicht hilft, weil er seinen PC über diverse Ketten erworben hat - sei dahin gestellt - aber letztlich hatte der Kunde irgendwann einmal echtes Geld dafür ausgegeben, eine Windows Lizenz zu erwerben!

Somit hat er auch den Anspruch, dafür eine Leistung zu erhalten - und nur, weil der Software Hersteller Kosten sparen will, indem kein Datenträger mehr ausgeliefert wird, ist das nicht dem Kunden anzulasten!

Also sollte man mit Begriffen wie "gepennt" oder "selbst schuld" vielleicht etwas zurückhaltend sein!

Hansi55

ctoepfer :
- man kann also selbst als Fachhändler keine Windows-7-Versionen mehr aus dem Internet laden, ..
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Dann hat dieser Fachhändler aber mal so richtig gepennt. Es sollte für
"Vorausschauende Fachhändler" zur Selbstverständlichkeit gehören,
dass sie die OS-Installationsmedien vorliegen haben, die sie auch vertreiben.

Um ALLE Windows 7 Versionen mit einer einzigen Windows 7 Setup-DVD installieren zu können oder, um sich aus einer "Recovery Version" eine Setup-DVD zu erstellen, existieren im INet genügend legale Infos, wie dafür vorzugehen ist - womit sich das o. a. Fachhändler Problem erledigt hätte.
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im Klartext soll der Fachhändler dann nochmals für eine bereits
erworbene Kundenlizenz bezahlen, wenn der Kunde die DVD verloren hat ...
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Wer hat sie denn verloren oder sich trotz Hinweises während der Windows 7 Erstinstallation keine "Recovery-DVD" erstellt? Richtig, der Kunde. Ergo: Ist der Fachhändler, der wegen Dummheit seines Kunden (des DaU's) die Kosten für eine neuerliche Windows 7 Lizenz übernimmt, selbst Schuld.
Kulanzdenken hin oder her: Irgendwo muss das auch seine Grenzen haben.
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Diese Kosten wollen die Kunden natürlich nicht übernehmen - also bleibt es am Fachhandel hängen.
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Die Dummheit des Kunden (des DaU's) muss für diesen auch spürbare Folgen haben, sprich: Wenn der Kunde die anfallenden Kosten, die wegen seines Versäumnisses entstehen würden nicht übernehmen will, soll er sehen wo er bleibt. Es kann nicht sein, dass der Fachhandel für Fehler der Kundschaft gerade stehen soll - besonders nicht im Hinblick darauf, dass sich die meisten Endverbraucher beim Fachhändler vor Ort eh nur schlau machen wollen und die Ware letztendlich entweder bei einem "Online Kistenschieber" bestellen oder, weil um ein paar Euro billiger als der Fachhändler mit Fachkompetenz, beim "Elektronikmarkt um Ecke" erwerben.

Und nur am Rande:
Jeder gute Rechner Hersteller mit vorinstalliertem Windows 7 Prof., Windows 8.1 Prof. oder Windows 7 Prof (Downgrade von Windows 8.1 Prof) legte seiner Lieferung auch eine Installations-DVD bei, was man von Herstellern, die auch die Elektronikmärkte mit "speziell für Endbverbraucher produzierte OEM-Rechner" bedienen, nicht behaupten kann.
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-werden die Fachhändler einfach daran gehindert, z.B. einen Kundenrechner ohne großen Aufwand neu zu installieren, wenn die DVD mit dem Betriebssystem nicht vorliegt.
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Diese Aussage betrifft nur die Fachhändler, die den Schlaf des Gerechten geschlafen haben. Siehe weiter oben.

Wer als "echter Fachhändler", der etwas auf sich hält, sich mit Kundenrechnern, die diese bei der "blauen Lebensmittelkette"
oder beim "Elektronikmarkt" erworben haben, mit einer Windows Neuinstallation herumschlägt und obendrein auch noch die Beschaffungskosten für die vormals mit dem Rechner erworbene Windows 7 Home Lizenz übernimmt, ist selbst Schuld.

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