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17.03.2000

"Wir konzentrieren uns auf Web-Sicherheit"

Mit John Thompson, President und CEO bei Symantec, sprach CW-Redakteur Hermann Gfaller

CW: Sie haben Ihr Geschäftsmodell geändert. Warum?

Thompson: Im Geschäft mit PC-Software waren wir den starken Schwankungen im Consumer-Business ausgeliefert. Wir wollten uns also mehr auf Unternehmenskunden konzentrieren. Mit PC-Produkten allein geht das nicht, deshalb kümmern wir uns jetzt auch um die NT- und Unix-Server. Außerdem haben wir uns von Produkten getrennt, die wir als Security-Company nicht unbedingt brauchen. Wir konzentrieren uns auf Sicherheitslösungen für das Internet.

CW: Vor eineinhalb Jahren hat Bill Larson, Chef Ihres Mitbewerbers Network Associates, kritisiert, Symantec habe zu viele unnötige PC-Produkte und dafür weder eine Server- noch eine Internet-Strategie. Befolgen Sie seinen Rat?

Thompson: Diesen Rat kenne ich nicht, weil ich damals noch nicht bei Symantec war. Außerdem habe ich Wichtigeres zu tun, als mich von Larson beraten zu lassen.

CW: Trotzdem beheben Sie genau die von ihm genannten Probleme.

Thompson: Viele Jahre lagen wir und Network Associates so heftig miteinander im Wettbewerb, dass wir fast mehr aufeinander als auf Marktchancen oder unsere Kunden geachtet haben. Inzwischen ist Network Associates nur noch ein Mitbewerber unter anderen. Heute orientiert sich unsere Strategie an den Bedürfnissen insbesondere unserer Unternehmenskunden.

CW: Um diese Zielgruppe ging es auch schon vor eineinhalb Jahren. Damals sollte ein umfassendes Desktop-Management die Firmenkunden bringen.

Thompson: Wir haben nach wie vor erfolgreiche Desktop-Produkte, und wir wollen die Marktdominanz etwa unserer Norton-Tools auch noch ausbauen. Ein Desktop-Management-Produkt gibt es jedoch nicht mehr. Das Thema ist zwar wichtig, angesichts der Internet-Revolution und der damit verbundenen Sicherheitsrisiken jedoch nachrangig. Unsere Strategie zielt darauf ab, etwa das Scannen von E-Mails oder das Filtern von URLs mit Internet-Inhalten zu verhindern.

CW: Was ist aus anderen auf Unternehmenskunden ausgerichteten Konzepten geworden? Ich denke an das digitale Immunsystem zur automatischen Erkennung und Bekämpfung bekannter und unbekannter Viren von einem Symantec-Labor aus oder an die Integration Ihrer Antiviren-Tools in die Management-Plattform von Tivoli.

Thompson: Beides ist geschehen, und wir suchen neben Tivoli noch weitere System-Management-Partner. Das Geschäft mit Tivoli ist insbesondere in Europa erfolgreich.

CW: Vor zwei Jahren hat Symantec von IBM mit dessen Antiviren-System 10000 Unternehmenskunden übernommen. Wie viele sind bei Ihnen geblieben.

Thompson: Alle. Seit ich an Bord bin, haben wir noch keinen Unternehmenskunden verloren. Im Gegenteil. Unser Umsatz mit Firmenkunden ist in den vergangenen sechs Quartalen um mehr als 40 Prozent gewachsen.