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Softwarebranche in der Krise:


14.01.1983 - 

"Wir schreiben keine roten Zahlen"

BASEL (sg) - Die Nachfrage nach externer Softwareberatung und -entwicklung verhält sich nichts wie werden könnte, antizyklisch zur gesamtwirtschaftlichen Situation; sie verläuft bestenfalls um einige Monat zeitverschoben ohne erkennbar fallende Tendenz. Im nachhinein läßt die Nachfrage nach Software dann um so krasser nach.

Die zunehmende, nur zum Teil noch saisonal bedingte Verschlechterung der Wirtschaftslage, welche nun auch die Schweiz, die letzte europäische Insel der Vollbeschäftigung in ihren Sog gezogen hat, wird mit Sicherheit nicht länger ohne

Auswirkung auf die Softwarebranche bleiben. Mit dem Jahreswechsel dürfte wegen auslaufender Aufträge, denen vorerst nur spärliche Neuabschlüsse folgen, der Boom dieser Branche ein Ende finden.

Für manchen, und dazu zählen vor allem die kleineren Softwarehäuser, wird diese Entwicklung gleichbedeutend mit dem Ende ihrer Geschäftstätigkeit sein. Aber auch unter den Großen der Branche, die sich damit brüsten, keine roten Beil schreiben zu müssen, heißt; es Abstriche hinzunehmen. Da kann denn gewiß keine Rede mehr von "gedämpftem Optimismus" sein, bestenfalls von einem Sichern des Fortbestandes mit allen Mitteln.

Zu dergleichen existenzsichernden Maßnahmen zählen in der Regel bereits heute Preisnachlässe welche entweder offen, zum Beispiel beim Verkauf von Softwareprodukten, oder durch Einfrieren der Stundensätze auf dem Vorjahresniveau angeboten werden. Viele andere Möglichkeiten stehen den Firmen ja auch nicht offen.