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19.09.1997 - 

Thema der Woche

"Wir sind nicht das, was die IBM einmal war"

CW: Herr Roy, Sie arbeiten jetzt seit vier Monaten als General Manager für Microsoft Deutschland. Welche neuen Märkte haben Sie im Visier?

Roy: Das sind für mich die Themen Business-to-Business, Enterprise-Customer. Wir wollen mehr unternehmenskritische und Infrastrukturprojekte beim Kunden rea- lisieren. Das ist ein Markt, den wir heute noch nicht an- nähernd ausgeschöpft haben. Wir reden außerdem über den Ausbau unseres Consumer-Geschäfts.

CW: Im Gegensatz zu anderen diversifizierten Unternehmen hat Microsoft das komplette Geschäft auf einer Produktfamilie aufgebaut - dem Desktop-Betriebssystem. Davon geht alles aus und wird an den Rändern naturgemäß dünner.

Roy: Es ist ein Irrtum zu glauben, Microsoft konzentriere sich allein auf den Desktop-Markt. Wenn man sich die Umsatzstatistiken detaillierter anschaut, haben einige Geschäftsbereiche, die vor zwei Jahren noch als Randbereiche galten, heute zentrale Bedeutung. Wenn Sie den Anteil von NT-Server-, und Back-office-Produkten am Gesamtumsatz betrachten, liegen wir bereits über der 20-Prozent-Marke. Dieses Geschäft hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt. Außerdem bieten wir auch Produkte wie Exchange, SNA-, und SMA Server, Information Server, Transaction Server etc. an. Uns interessiert die gesamte Infrastruktur und Kommunikationsstruktur eines Unternehmens.

CW: Mit den Windows-Produkten steht und fällt das gesamte Angebot. Wenn sich die Marktanforderungen plötzlich ändern, sieht es für Microsoft schlecht aus.

Roy: Vor anderthalb Jahren sagte jeder, Microsoft habe den Internet-Zug verpaßt. Es war begeisternd zu sehen, wie schnell sich das Unternehmen gedreht hat und klaren Fokus auf das Internet setzte. Wenn die Organistation weiterhin in der Lage ist, Kräfte zu mobilisieren und schnell auf Marktgegebenheiten zu reagieren, dann sehe ich überhaupt keine Schwierigkeiten, unsere Position auch in Zukunft zu behaupten. Mit jährlichen Investitionen von rund 2,6 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung können wir uns diesen Herausforderungen stellen.

CW: Warum investieren Sie so viel in FuE?

Roy: Das in die Entwicklung gesteckte Geld wirkt sich sehr schnell auf die Umsätze aus. Außerdem sind die Innovationszyklen kürzer geworden und die Anforderungen der Kunden gestiegen.

CW: Aber die immer kürzer aufeinanderfolgenden Produktinnovationen treiben doch nicht die Kunden, sondern die Hersteller voran. Das ist eine Falle, die sich die Anbieter selbst gestellt haben.

Roy: Jedes Unternehmen, das Informationstechnologie einsetzt, würde sicher gerne eine längere Pause zwischen den Produkt-Releases einlegen. Aber wenn wir auf dem neuesten Stand bleiben wollen, zwingt uns der Markt zu immer kürzeren Zyklen. Große Kunden empfinden das natürlich als Belastung. Als Softwarehersteller können wir diese Last nur reduzieren, indem wir brauchbare Werkzeuge liefern und für Kompatibilität sorgen, damit der Kunde in seiner Infrastruktur möglichst leicht Anpassungen vornehmen kann. Daß die Hersteller in den letzten Jahren nicht immer Optimales geleistet haben, räume ich ein.

CW: Wie wollen Sie das verbessern?

Roy: Wir beschäftigen uns beispielsweise mit der Frage, in welchen Abständen wir ein reines Service-Release und wann wir eine neue Version herausbringen, die etliche neue Funktionen und Technologien enthält. Dabei dürfen wir weder den Anschluß an den Markt verlieren, noch den Kunden in seinen Roll-out-Bemühungen total überfordern. Es darf in Zukunft nicht mehr vorkommen, daß in einem Unternehmen gleichzeitig fünf verschiedene Versionen eines Produkts eingesetzt werden.

CW: Eine solche Veränderung der Upgrade-Politik würde sicher auch der Qualität Ihrer Produkte zugute kommen.

Roy: Da haben wir uns schon deutlich verbessert. Den Statistiken der Produkt-Support- und Service-Organisation zufolge ist die Zahl der telefonischen Anfragen zu unseren Produkten um 29 Prozent zurückgegangen.

CW: Weniger Anrufe können auch bedeuten, daß der Kunde nur noch das mit Ihren Produkten erledigt, was ohne Schwierigkeiten funktioniert.

Roy: Sie können uns glauben, daß wir uns sehr genau anschauen, welche Probleme Kunden mit unseren Produkten haben. Wir haben Anwender, die unsere gesamte Produktpalette inklusive der Entwicklungstools benutzen. Da kann es sich niemand leisten aufzugeben. Aber trotz der geringeren Zahl der Anrufe müssen wir gerade für Unternehmenskunden die Qualität weiter verbessern.

CW: Stichwort Unternehmens-DV. Momentan wird viel über die mangelnde Skalierbarkeit von NT diskutiert.

Roy: Zur Zeit können wir bis zu gewissen Leistungsstärken skalieren, richtig ist aber auch, daß wir die Skalierbarkeit bestimmter Unix-Systeme heute noch nicht erreichen. Das müssen wir dem Kunden ganz klar sagen. Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, heute schon jeden Mainframe ersetzen zu können. Aber NT wird immer skalierbarer, und wir werden schneller die notwendige Leistung erreichen, als das Unix im Vergleich zu Mainframes geschafft hat. NT-basierende Server sind ein ungeheuer interessantes Marktsegment. Alle großen Anbieter sind damit beschäftigt, die Skalierbarkeit zu verbessern.

CW: Während des Scalability Day hat Microsoft den Eindruck erweckt, man sei in der Lage, mit NT die gesamte IT-Infrastruktur eines großen TK-Anbieters zu stemmen. Wie sind diese Aussagen zu werten?

Roy: Es wurde nachgewiesen, daß man an bestimmten Stellen X-Millionen Transaktionen schafft. Das sind Beispiele dafür, wie weit NT heute skaliert. Das, was auf dem High-end-Unix-Sektor möglich ist, leistet NT, wie gesagt, noch nicht.

CW: Wann wird das der Fall sein?

Roy: Im Laufe der nächsten anderthalb Jahre verfügen wir über die heutige Leistungsfähigkeit von Unix. Bis dahin wird sich allerdings auch Unix weiterentwickelt haben.

CW: Einige Anwender halten den administrativen Aufwand in großen NT-Umgebungen für sehr viel höher als in vergleichbaren Unix-Installationen.

Roy: Wir fahren unser weltweites SAP-System auf NT von einer zentralen Stelle aus im Rechenzentrumsbetrieb. Es läßt sich sehr gut verwalten und pflegen; es funktioniert und man kann sowohl einen zentralen als auch einen dezentralen Ansatz verfolgen. Daß unsere NT-Pläne nicht für Makulatur gehalten werden, läßt sich übrigens auch an den Reaktionen unserer Partner und Mitbewerber ablesen. Die großen Hardwarehersteller engagieren sich fast alle für NT.

CW: Klar, die haben natürlich Angst, auf der Strecke zu bleiben, wenn sie den Marktführer nicht berücksichtigen.

Roy: Es gibt eine Reihe Hersteller, die NT nicht nur notgedrungen als eine zweite Plattform neben Unix aufbauen. Sie haben auch als Systemintegratoren einen Ruf zu verlieren. Deshalb würden sie NT nicht beim Kunden implementieren, wenn sie keine Zukunft für das System sähen.

CW: Aber diese Anbieter standen früher eben nicht nur für Systemintegration und Hardware, sondern auch auch für High-end-Unix...

Roy: Stehen sie doch auch heute noch ...

CW: Aber die Betonung, die diese Firmen heute auf NT und die Intel-Plattform legen, zeigt doch, daß dort eine starke Umorientierung stattfindet und die Kapazitäten von Unix auf NT umgeschichtet werden.

Roy: Natürlich freuen sich diese Anbieter zunächst nicht, weil die Margen für NT-Intel-Maschinen weitaus niedriger liegen als für Unix-Systeme. Aber das ist doch letztlich zum Vorteil des Kunden.

CW: Was abzuwarten bleibt...

Roy: Das kann ich nicht gelten lassen! Wenn eine Firma Boeing 60000 Arbeitsplätze mit Exchange ausstattet, dann hat das nichts mehr mit Theorie, sondern mit Praxis zu tun. Die Kosten kann sich doch jeder Kunde ausrechnen, und es gibt niemanden, der nicht das Preis-Leistungs-Verhältnis der Anbieter vergleicht.

CW: In den meisten Unternehmen werden für unterschiedliche Aufgaben verschiedene Systeme eingerichtet. Da müssen Microsoft-Welten eingebunden werden. Wir haben das Gefühl, daß in diesem Umfeld Kriege stattfinden, etwa zwischen dem Corba- und dem Active-X-Lager. Wie stellt sich Microsoft dazu?

Roy: Zunächst zu den heterogenen Welten beim Anwender. Die notwendigen Schnittstellen stellen wir bereit. Wenn wir die nicht bieten würden, kämen wir in Kundengesprächen nicht sehr weit. Daneben gibt es Umgebungen, in denen unsere Kerntechnologien auf anderen Plattformen ablaufen oder in andere zu integrieren sind. Da finden sich Lizenznehmer wie die Software AG, die COM/DCOM auf andere Plattformen portieren oder Bridges zwischen Active X, Javabeans etc. bauen. Wo die Notwendigkeit zum Brückenbau besteht, legen wir den Source-Code und die Schnittstellen offen und geben interessierten Partnern freie Hand.

CW: Welche Strategie verfolgt Microsoft? Will man OLE/COM auf andere Plattformen bringen oder sollen Brücken zu Corba geschlagen werden, damit die beiden Objektwelten miteinander reden können?

Roy: Wir haben in der Active X Group gesagt, wir legen die Spezifikationen offen und jeder, der will, kann portieren.

Die Software AG hat mit uns schon vorher ein Abkommen getroffen. HP und DEC sind in der Zwischenzeit dazugekommen. Diese Spezifikationen liegen immer noch offen, und jeder Hersteller kann Input geben beziehungsweise den Sourcecode in Lizenz nehmen. Außerdem suchen wir gezielt Firmen, die Schnittstellentechnologien entwickeln und Software schreiben, die DCOM, Active X und Corba miteinander kommunizieren läßt. Solange wir die Kommunikation ermöglichen, ist das Problem des Kunden gelöst. Unsere Strategie läuft darauf hinaus, COM/DCOM als Middleware und Active X sozusagen als Oberfläche zu etablieren. Daraus haben wir nie einen Hehl gemacht. Im Corba-Lager dagegen hat sich bis heute noch kein Standard etabliert.

CW: Also setzt Microsoft die Standards?

Roy: Nein, Standards entstehen, wenn Kunden bestimmte Technologien einsetzen. Sie ergeben sich im Markt.

CW: Man kann die Diskussion auch anders aufziehen. Warum einigt man sich nicht zunächst auf den Standard und fängt dann erst an, Produkte anzubieten.

Roy: Ja, toll. Dann sind wir bei Unix, bei Gremien, die 20 Jahre lang ohne Ergebnis tagen. Das ist uferlos und kann nicht unsere Strategie sein.

CW: Mit Unix hat es funktioniert.

Roy: Tatsächlich? Und warum existieren dann so viele Derivate?

CW: Es hat zwar nie ein einheitliches Unix gegeben, aber es etablierte sich doch auf breiter Ebene für die Enterprise-DV. Früher wurde es nur von Techies benutzt und heute bildet es die Basis für SAP.

Roy: Das stimmt. Auf der anderen Seite haben die Anwender es inzwischen satt, vier oder fünf verschiedene Unix-Derivate im Haus zu supporten. Dieses Problem gibt es mit NT nicht.

CW: Richtig, wenn man keine Auswahl hat, gibt es auch keine Auswahlprobleme. Wie kommentieren Sie die Aussage, daß Microsoft immer stärker der IBM früherer Tage gleicht? "Industriestandards" existieren schließlich nicht erst seit Microsoft, es gab sie auch als Bezeichnung für IBM-Produkte und -Protokolle: Das Resultat ist das gleiche: mit Marktmacht gesetzte Standards, nach denen sich andere richten müssen. Geöffnet wird nur, solange ein Dritter das entwickelt, was Microsoft nicht hat.

Roy: Wir legen nicht nur da offen, wo wir selbst nicht ins Geschäft wollen. Das tun wir auch für Applikationsentwickler im Desktop-Sektor. Nehmen wir den Lotus Domino Server als Beispiel. Das System ist hervorragend an Windows NT angepaßt und beweist damit, daß wir Wettbewerber nicht von Informationen fernhalten.

Wir sind nicht das, was die IBM einmal war. Und selbst sie war kein echter Monopolist. Diese Bezeichnung setzt fehlenden Wettbewerb voraus. Aber in den IBM-Mainframe-Welten herrschte immer Konkurrenz durch die PCM-Anbieter. Auch in unserer Produktpalette gibt es keinen Sektor, wo wir nicht im Wettbewerb stehen.

CW: Kann ich einen PC ohne Windows kaufen?

Roy: Natürlich. In jedem Computershop sind PCs ohne Windows erhältlich. Es wäre zwar schön, wenn es überall vorinstalliert wäre - und wir werden auch alles tun, um das zu erreichen - aber es gibt nach wie vor PCs ohne Windows. Allerdings sehe ich auch nicht, was so negativ daran sein soll, daß auf den meisten Maschinen unser Betriebssystem läuft.

CW: Im Endeffekt geht es doch um die Wahlmöglichkeit des Kunden.

Roy: Sie meinen also, daß Microsoft diese "Monopolstellung" ausnutzt? Aber das Wort bitte in Anführungszeichen: Erstens gibt es zu jedem unserer Produkte Konkurrenzangebote, und nennen Sie mir zweitens einen Anwender, der durch die Wahl eines Softwareproduktes nicht von seinem Lieferanten abhängig wird.

CW: Das ist doch Augenwischerei. Wenn ich beispielsweise die Office-Suite von Claris (Anbieter von Macintosh-Software Anm. d. Red.) kaufe, wäre sie ohne eine Konvertierungsmöglichkeit zu Word relativ unbrauchbar. Windows und Office sind marktbeherrschend: Software, die nicht mit Microsoftprodukten kommuniziert, läßt sich schlicht nicht verkaufen.

Roy: Wir würden unsere Marktstellung ausnutzen, wenn wir keine Dateiformate mehr offenlegen und unser Mitbewerber keine Konverter mehr anbieten kann. Das tun wir aber nicht.

CW: Mißbrauch einer Monopolstellung liegt bereits vor, wenn ein Anbieter seine Dateiformate so oft ändert, daß die anderen ständig nachziehen müssen und durch die schnellen Release-Wechsel in Schwierigkeiten geraten.

Roy: Um die Diskussion in diesem Punkt abzukürzen. Eines ist klar: Wir können dem Monopolvorwurf nur entgehen, wenn wir unsere Position nicht ausnutzen und kundenorientiert bleiben - im eigenen Interesse übrigens. Denn eine "Monopolstellung" reizt den Wettbewerb immer zu dem Versuch, den Markt komplett zu verändern, so daß er nicht gegen das existierende Monopol anrennen muß. Mit Hilfe sogenannter Diskontinuitäten soll der Markt wieder geöffnet werden. Deshalb müssen wir, was unsere Technologie und unsere Preise angeht, wachsam bleiben.

CW: Stellen Internet und Netscape eine solche Diskontinuität dar?

Roy: Ja, und zwar eine klassische. Hier wurde durch einen Paradigmenwechsel ein ganz neues Wettbewerbsfeld eröffnet.

CW: Wie stufen Sie Java in diesem Zusammenhang ein?

Roy: Das ist komplizierter. Java als Programmiersprache stellt eine Diskontinuität dar, aber als Middleware, Betriebssystem etc. ist es ein Mythos. Das gilt übrigens auch für den Spruch "programme once and run everywhere".

CW: Warum hat dann Microsoft Java schon relativ früh in Lizenz genommen?

Roy: Als Entwicklungswerkzeug für Applets und das Internet steht Microsoft voll hinter Java, aber nicht hinter einem Java-OS oder einer Klassenbibliothek etc. Für uns macht es keinen Sinn, etwas mit unserem Betriebssystem auszuliefern, das wie Java-OS oder die Java-Foundation-Classes Funktionen übernehmen soll, die Windows bereits liefert. Damit wird die Sache re- dundant.

CW: Sie halten also nichts von einem Thin-Client-Modell?

Roy: Diese Diskussion dreht sich sehr stark um Kosten. Müssen Anwender aber zwei Architekturen unterstützen, wird das für sie nicht billiger, sondern teurer. Außerdem habe ich noch keinen NC gesehen, der tatsächlich die verprochenen 500 Dollar kostet.

CW: Wie sehen Sie dann das Komponentenmodell für Software? Hersteller müßten doch ein großes Interesse daran haben, weil sich damit Innovationszyklen sehr stark beschleunigen lassen. Anwendungsentwickler in den Unternehmen hätten den Vorteil, problemlos Änderungen vornehmen und so das Unternehmen sehr schnell an veränderte Marktanforderungen anpassen zu können. Da erscheint uns Java im Vergleich zu Active X als der elegantere Ansatz.

Roy: Die Java-NC-Hersteller sind bis auf Net- scape Anbieter, die in den vergangenen zehn Jahren im PC-Sektor nicht sonderlich erfolgreich waren. Jetzt versuchen sie durch den von ihnen propagierten Paradigmenwechsel, ihr Kerngeschäft zu verteidigen beziehungsweise ein neues lukratives Business aufzubauen. Das ist der Ursprung der Diskussion. Zugegeben, die PC-Branche, von der wir ein großer Teil sind, hat wenig unternommen, um dieser Diskussion die Basis zu entziehen. Bisher waren PCs weder auf Software- noch auf der Hardwareseite besonders gut zu managen. Aber ich habe in den letzten acht Wochen viele unserer Kunden getroffen, die behaupteten, mit Microsoft-Produkten relativ schnell robuste Business-Applikationen stricken zu können.

CW: Microsoft macht den fetten Client immer dicker. Klar kann man mit Ole anstricken, aber Windows, Word etc. bleiben Voraussetzung.

Roy: Wieso? Wir unterstützen doch auch den Net-PC und demnächst das Windows-based-Terminal.

CW: Das ist nur schwer verständlich. Auf der einen Seite paßt der Java-basierte Thin Client nicht ins Programm. Auf der anderen Seite bringt Microsoft plötzlich den Net-PC als "mittelgroßen" Client, und dann kündigt man auch noch mit dem Windows-based-Terminal den "dünnsten aller dünnen" Clients an.

Roy: Was soll daran unverständlich sein? Letztlich handelt es sich dabei immer um Windows-Systeme, allerdings in unterschiedlichen Ausprägungen. Wir akzeptieren, daß verschiedene Clients benötigt werden. Wir stellen sie nur unter einer einheitlichen Architektur zur Verfügung. Was ist daran falsch?