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28.09.1979

"Wir werden uns gegen die Steuerberater wehren"

Mit Diplomkaufman Harro Behrens, Vorstandsvorsitzer des Verbandes Deutscher Rechenzentren sprach Elmar Elmauer

- Herr Behrens, Sie haben im Verband Deutscher Rechenzentren die Vorstandschaft in einer Phase übernommen, in der der VDRZ stagniert: Mitglieder und Ziele blieben seit Jahren gleich. Was ändern Sie in der nächsten Zeit?

Was die Anzahl der Mitglieder angeht, kann man wohl von einer Stagnation sprechen. Wenn man allerdings Ziele und die Entwicklung des VDRZ betrachtet, so kann man nicht von Stagnation sprechen. Wir sind der Meinung, der VDRZ hat gerade in den letzten zwei Jahren erhebliche Erfolge erzielt.

- Nun sind rund 110 Mitglieder aber wirklich nur ein verschwindend geringer Teil derjenigen, die eigentlich im VDRZ Platz finden könnten. Zwar kann man niemand zwingen in einen Verband zu gehen, aber es gibt eben wesentlich mehr Rechenzentren: Haben diese "Außenstehenden" vielleicht den Eindruck, der VDRZ verfolge Interessen, die den Rechenzentren selbst gar nicht so sehr weiterhelfen?

Der Vorwurf ist schon mal erhoben worden. Allerdings sieht es wohl so aus, daß der VDRZ in den letzten zwei Jahren seine eigentlichen Ziele vorangetrieben hat. Der VDRZ hat es vielleicht nicht immer verstanden, seine Leistung draußen bei den Mitgliedern oder bei Rechenzentren, die seine Mitglieder werden sollten, gut genug zu verkaufen. Das kann sicher noch verbessert werden.

- Was sind die eigentlichen Ziele des VDRZ?

Die eigentlichen Ziele des VDRZ möchte ich so umreissen: Die Interessen der Mitglieder ganz allgemein wahrzunehmen, Betriebsvergleiche durchzuführen und aufgrund der Betriebsvergleiche den Rechenzentren aufzuzeigen, wo der Schuh drücken könnte und wie dieses Drücken beseitigt werden könnte. Dann haben Sie unser großes Projekt "Papa", Pilotanwendung/Datenfernverarbeitung für offene Netze und so weiter. Dann Fragen, die die Werbung betreffen, ich denke da an die Steuerberater-Kammern vor allen Dingen, das sind die Hauptpunkte, die ich da erwähnen möchte.

- Den Punkt Steuerberater, den möchte ich noch ausklammern. Aber mir scheint, daß der VDRZ im Augenblick schläft, was den Nachwuchs anlangt, denn gegenwärtig werden beim Deutschen Industrie- und Handelstag (DIHT)Berufsbilder für die Datenverarbeitung formuliert. Mir ist nicht bekannt, daß ein Rechenzentrum dabei gefragt wäre oder mitreden würde, wie dieses künftige Berufsbild des Datenverarbeiters aussehen sollte. Haben Sie konkrete Vorstellungen oder haben Sie schon Schritte unternommen bei diesen Gesprächen im Industrie- und Handelstag mitzuwirken?

Es gibt keinen Arbeitskreis, der diese Dinge übernehmen soll.

- Kommen wir nun zu einem ganz wunden Punkt innerhalb des VDRZ. Es hat sich eine massive innere Opposition in Sachen Datev gebildet. Die Datev-Problematik hat ja seinerzeit schon zu einer Absplitterung geführt, denn VDRZ-Gründungsmitglieder haben sich im AGB, der Arbeitsgemeinschaft Buchhalter und Datenverarbeiter, eine eigene Kampftruppe geschaffen. Welchen Standpunkt bezieht der VDRZ heute in Sachen Steuerberater: Was muß ein Rechenzentrum künftig tun dürfen?

Es stimmt, daß einige Rechenzentren sich vom VDRZ, abgewandt haben und eine eigene Gruppe bildeten, in der sie ihre Interessen besser vertreten wußten. Dies war ganz gezielt auf die Frage Steuerberater-Kammem, Datev und so weiter, abgestellt. Hier vertritt der VDRZ eine etwas andere Auffassung. Wir wollen nicht das Privileg der Steuerberater-Kammern - soweit es die Kontierung angeht - dies wollen wir nicht angreifen. Was der VDRZ jetzt in verstärktem Maße zu klären vorhat, ist, daß einige. Steuerberater-Kammern mit Prozessen Rechenzentren angehen, weil sie in ihrer Werbung das Wort "Buchhaltung" oder "Lohnabrechnung" benutzen. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß die Steuerberater-Kammern hier über das Gesetz hinausgehen und Rechenzentren mit Klagen überziehen wollen, die unberechtigt sind. Es wird die Aufgabe des VDRZ sein, sofort eine eindeutige Klärung herbeizuführen, und das steht auch unmittelbar bevor.

- Ist dies nicht ein Nachtarocken des VDRZ? Denn außer dem AGB hat sich niemand gegen aggressive Auffassung und Haltung der Steuerberater gewehrt. Ist es nicht problematisch für den VDRZ selbst, daß er gegen genau jenes Verbandsmitglied, das am wichtigsten und am größten ist, nämlich die Datev, Stellung beziehen müßte?

Es ist nicht so sehr, daß wir Stellung beziehen müssen gegen die Datev, obgleich die Datev - Sie haben gesagt, daß sie Verbandsmitgleid ist - ja auch einige Dinge tut, die uns nicht so gut gefallen. Zum Beispiel wirbt sie - obgleich sie das sowohl auch nicht tun dürfte. Wir wollen aber nicht gegen die Datev angehen, sondern gegen die Auswüchse, die die Steuerberater-Kammern sich anmaßen. Das ist der eigentliche Punkt. Es ist unmöglich, daß uns die Steuerberater-Kammern die Werbung verbieten lassen, denn wir werben für eine Tätigkeit die uns die Steuerberater-Kammern nicht verwehren können: Wir wollen nicht kontieren, wir wollen keine direkte Hilfe in der Buchführung gewähren. Wir wollen nur werben können für die mechanischen Tätigkeiten, die vom Gesetzgeber ausdrücklich freigegeben worden sind. Und für diese Tätigkeiten dürfen wir werben.

- Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Klage des AGB in dieser Sache zumindest mal angenommen hat, besteht ja begründete Aussicht, das hier doch demnächst ein Urteil kommen wird. Gehen wir von dem Punkt mal weiter zu einem nächsten Projekt, das im Augenblick zwiespältig beurteilt wird: Papa. So wünschenswert auch die Initiative des VDRZ war, aber im wesentlichen - so kursiert die Kritik - sei der Verband in diesem Projekt ein Zuarbeiter der GMD geworden.

Das kann ich nicht ganz so sehen. Der VDRZ ist die Interessenvertretung der Rechenzentren in der Bundesrepublik. Der VDRZ hat das Projekt Papa initiert, um den Rechenzentren und seinen Mitgliedern zu helfen. Ich muß es ganz eindeutig so sehen, daß das Projekt Papa den Rechenzentren für die Zukunft die Möglichkeit bietet, nicht nur den Marktanteil zu halten, sondern noch erheblich auszudehnen. Denn die Ziele von Papa sind mit zwei Sätzen umrissen: a) Dialogverarbeitung zu günstigen Preisen und b) freie Netze, so daß jedes Terminal mit jedem Rechner kommunizieren kann. Und diese beiden Ziele sind ganz eindeutig zugeschnitten auf die Interessen der Rechenzentren.

- Trifft dieses Interesse nun bei jedem Rechenzentrum zu oder kann man sagen, diejenigen, die jetzt in der Studiengruppe mitarbeiten sind auch diejenigen, die Papa am besten gebrauchen können?

Zunächst mal wird es so sein, daß diejenigen, die mit in der Projektgruppe arbeiten, Papa am besten gebrauchen können. Man muß aber , wohl einen Schritt weitergehen und sagen, daß die Rechenzentren, die sich bisher Papa noch nicht angeschlossen haben, dies in einigen Fällen aus mangelnder, Einsicht getan haben.

- Insgesamt ist auf dem Markt der via Servicerechner erbrachten Dienstleistung ein Wandel eingetreten: Es reicht nicht aus, nur Maschinenzeit anzubieten, Beratungsleistung wird gefragt. Da und dort wird, aus Amerika übernommen, vielleicht vom Rechenzentrum verlangt, auch mehr und mehr Hardware zu vertreiben. Wie sehen Sie hier die Chancen und die Möglichkeiten des Verbandes, hilfreich den Markt zu ordnen, und zwar in dem Sinne, daß zwar Wettbewerb bleibt, aber daß hier das Rechenzentrum nicht zum OEM-Haus irgendwelchen Hersteller wird und damit seine Unabhängigkeit verliert.

In der Vergangenheit war die Stapelverarbeitung der alleinige Umsatzträger in Rechenzentren, sie wird auch in Zukunft einen erheblichen Anteil behalten. Hinzugekommen ist aber die Notwendigkeit, bei einigen Kunden, wo zeitkritische Arbeiten durchzufahren sind, Vorortsysteme zu installieren und Applikationen im Hause des Kunden abzuwickeln. Die zweite große Säule, die hinzugekommenen ist, ist die Dialogverarbeitung. Diese 25 Rechenzentren, die in der Projektgemeinschaft sich zusammengefunden haben, arbeiten kräftig daran, um eine oder mehrere Anwendungen dialogfähig zu machen und im nächsten Jahr mit Hilfe von Datex P kostengünstig dem anzubieten. Die Aufgabe des Verbandes ist es, wie schon mit dem Projekt Papa gezeigt, den Mitgliedern Hilfe zu geben, eine Umstrukturierung durchzuführen. Vor allem aber, noch mehr als bisher die Mitglieder zu informieren, wohin die Reise gehen wird. Dieser letzte Punkt, der mag in der Verbandsarbeit noch verbesserungsfähig seine denn daß sich nur 25 Unternehmungen Papa angeschlossen haben, obgleich sicher 75 sich hätten anschließen sollen, ist ein etwas bedenkliches Faktum.

- Herr Behrens, welche Finanzmittel hat denn der VDRZ für Verbandsarbeit im Jahr zur Verfügung? Es kursiert eine Mark. Das sind "Zahl von rund 150 000 auf zehn Jahre gesehen, die der VDRZ besteht, 1,5 Millionen Mark. Was ist mit diesem Geld erreicht worden?

Wir sind ein kleiner Verband und könnten wesentlich mehr Mittel gebrauchen. Wir haben uns im Augenblick noch nicht dazu hinreissen lassen, unsere Mitglieder mit einem höheren Beitrag zu belasten. In Zukunft wird es sich sicherlich nicht vermeiden lassen, den Mitgliedern mehr Mittel abzuverlangen, um die Verbandsarbeit zu aktivieren. Was ist mit den bisher eingegangenen Mitteln geschehen? Die Zufriedenheit bei den Mitgliedern muß doch wohl etwas größer ein, als das nach außen manchmal den Eindruck hat, denn von der von Ihnen angesprochenen, AGB, abgesehen - wo die Zielrichtung einiger Mitglieder anders war, als die der Mehrzahl der Mitglieder - ist es doch wohl so, daß die Mitglieder zufrieden sind.

- Kann man im übrigen, weil Sie gerade das Stichwort AGB bringen, damit rechnen, daß die Kommunikationsbrücke in der nächsten Zeit zwischen VDRZ und AGB wieder geschlagen wird? Es waren ja auch sehr viel persönliche Dinge mit im Schwange. Suchen Sie das Gespräch mit dem AGB oder sind Sie sozusagen für ewig getrennt?

Ich möchte nicht auf persönliche Dinge eingehen, die Sie angesprochen haben. Ganz eindeutig ist es so, daß wir das Gespräch mit der AGB führen wollen. Die ersten Kontakte sind auch wieder aufgenommen worden. Wir sehen es völlig personenfrei und sehen es nur von der, Sache her. Wir identifizieren uns nicht mit allen Zielen, die die AGB verfolgt. Ich muß allerdings sagen, daß sich in letzter Zeit gezeigt hat, daß auf eine Streke Wegs gemeinsam gegangen werden kann mit der AGB.

- Welche Strecke meinen Sie?

Das ist die Strecke Steuerberater-Kammern. Eines unserer Mitglieder ist von der Steuerberater-Kammer München angegangen worden, bei Vermeidung einer Strafe, eine bestimmte Werbung zu unterlassen. Diese Werbung war ganz eindeutig für "Lohn" und in unseren Augen eine ganz normale Werbung, die nicht diesem Rechenzentrum oder irgendeinem Rechenzentrum verwehrt werden kann. Hier wird der Verband sich einschalten müssen. Wir haben auch schon Vorkehrung getroffen, daß der Verband sich vor dieses Mitglied stellt und bis zur letzten Konsequenz durchpaukt, was Rechenzentren und wie Rechenzentren werben dürfen. Hier wird es einen Arbeitskreis geben, der diese Fragen zu klären und den Mitgliedern hilfreich unter die Arme zu greifen hat.

- Und über diesen Arbeitskreis wird, wohl auch der Interessenaustausch mit dem AGB stattfinden?

Ich sehe das als notwendig an, daß eine Abstimmung zwischen AGB und diesem Arbeitskreis erfolgt, weil zumindest auf Teilgebieten die gleichen Interessen verfolgt werden.

- Herr Behrens, ich beneide Sie nicht um Ihre Aufgabe, die Sie hier vor sich haben. Vor allem deshalb nicht, und man kann das nicht übersehen, daß eben Ihr größtes Mitglied die Datev ist. Eine Genossenschaft mit 14 000 Agenten: Denn jeder Steuerberater ist zugleich Vertreter der Datev. Sind Sie da guter Hoffnung durchzukommen?

Es wird uns nicht gelingen, der Datev einen bestimmten Markt, den sie bestreicht, streitig zu machen. Allerdings gibt es ja Anwendungen bei Kunden, die weit über das hinausgehen, was die Datev an Leistung anbietet. Und da sehen wir die Pluspunkte für uns. Es kann natürlich sein, daß die Datev diesen engen Bereich der umrissen wird mit Buchhaltung, Lohn, Kostehrechnung, daß sie den auch mal verläßt. Wenn sie das tun würde, dann würde die Datev sich selbst Schwierigkeiten bereiten, denn dann würde den Betreuungsaufwand wesentlich größer werden, als das heute der Fall ist. Wir se en die Datev als Mitglied, als mächtige Konkurrenz an. Mächtige Konkurrenz schadet zunächst mal nicht, wenn die Steuerberater-Kammern sich an Spielregeln halten, deren Einhaltung sie von anderen ja auch verlangen. Unmöglich ist es in unseren Augen, daß wir zum Beispiel ein Angebot bei einem Kunden abgeben, der Kunde spricht mit seinem Steuerberater und der Steuerberater sagt dann, laß doch die Buchhaltung gleich über uns machen, das können wir besser, das können wir billiger. Das ist tatsächlich ein Hindernis, das nicht aus dem Weg zu räumen und das sehr hart für alle Rechenzentren ist.

- Wettbewerbsfragen müßten Sie auch auf anderen Ebenen noch nachgehen. Ich denke an das Beispiel des ADAC, auch ziemlich harte Konkurrenz für die Rechenzentren, mit seinem gewaltigen Rechenzentrum, das er mit seiner Mitgliedsverwaltung keinesfalls auslastet. Wie sehen Sie diese Wettbewerbsprobleme?

Dies ist schon in der Vergangenheit so gewesen, und das wird in der Zukunft noch gewaltig zunehmen. Es geht nicht mehr an, daß man nur reine Maschinenzeit verkauft und reine Rechenzentrumsleistung verkauft. Der Umfang ist wesentlich größer geworden, die Beratung und Betreuung nimmt einen so hohen Umfang an, daß man das nicht mit der linken Hand schaffen kann. Rechenzentren, die überschüssige Kapazitäten haben, können wohl einen Verkauf oder ein Verschleudern von Maschinen praktizieren. Wenn aber zur Verarbeitung eine Beratung geboten werden muß, können diese, Rechenzentren das auch nicht. Dazu gehört mehr, dazu gehört die gesamte Ausbildung, die Fortbildung, die betriebswirtschaftliche Beratung und so weiter beim Kunden.

- Am Beispiel der Datev - wobei ich diese selbst gar nicht kritisch vor Augen habe, sondern nur die Struktur ihres Angebotes - möchte ich eine Frage stellen: Die Datev hat sich aus den mit EDV in einem Unternehmen lesbaren Aufgaben ganz bestimmte Anwendungen herausgepickt. Meinen Sie nicht, daß ein Unternehmen, das hier nur Scheinbefriedigung mit Teil-Datenverarbeitung treibt, darüber hinaus versäumt, insgesamt seinen organisatorischen DV-Stand zu verbessern.

Ich stehe ganz eindeutig auf dem Standpunkt, daß es nicht genügt, nur Buchhaltung, Lohn- und Kostenrechnung durchzuführen, oder daß die Tätigkeit dieser Applikation vor allen Dingen in der Zukunft ausreichte. Sobald es sich um Unternehmungen handelt, die etwas größer sind, da wird auch den Bereichen Statistik, Fakturierung, Lagerwirtschaft, Materialwirtschaft und so weiter Beachtung geschenkt werden müssen. Da meinen wir, sind wir mindestens genauso gut dran wie die Datev. Und da sehen wir auch noch einen großen Markt.

- Herr Behrens, können Sie den aktuellen Zuwachs nennen, den der Servicerechner-Markt voraussichtlich haben wird?

Ich glaube, der Zuwachs wird sich etwa bei acht bis fünfzehn Prozent jährlich ein pendeln. Dem Zuwachs des reinen Serviceumsatzes muß man noch den Umsatz hinzurechnen, der durch Maschinenverkäufe und durch Dialoganwendung erzielt wird; allerdings muß dabei berücksichtigt werden, daß ein Teil dieses Umsatzes davon ja auch durch das Rechenzentrum durchfließt, weiter an den Hersteller, an den Lieferanten der Anlagen.

- Der Rechenzentrumsmarkt ist im Augenblick noch recht mittelständisch strukturiert: Es kursiert der Satz, ohne Konzentration, ohne Kooperation geht's nicht weiter. Wie groß ist die optimale Betriebsgröße in Zukunft?

Die Größenordnung unserer Rechenzentren ist mittelständisch. Sie werden, wenn sie in der Zukunft bestehen wollen, nicht umhin kommen, größere Einheiten zu verwirklichen, sei es durch Kooperation, sei es durch Fusion und so weiter. Welches die optimale Größe ist, die Frage ist schwer zu beantworten. Aber ein Rechenzentrum, das alle Aktivitäten wie Dialog, wie Vorortverarbeitung, möglicherweise noch Timesharing, praktizieren will, muß wohl in einigen Jahren die, Größenordnung von 10 Millionen Mark im Jahr überschreiten.

- Ich danke Ihnen.