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Fünf Fragen an Uwe Kamann

"Wir wollen profitables Wachstum"

25.05.2001
Uwe Kamannleitet das neu geschaffene Vorstandsressort IT-Services, in dem die CSC Ploenzke AG ihre Outsourcing-Aktivitäten bündelt. Der 42-Jährige war Mitglied der Geschäftsleitung bei der ehemaligen Debis Systemhaus GmbH.

CW: Die etablierten Unternehmensbereiche Consulting und Systemintegration haben die Outsourcing-Mannschaft von CSC Ploenzke bisher nicht ausreichend unterstützt. Welche Maßnahmen wollen Sie treffen, um die Zusammenarbeit zu verbessern?

Kamann: Wir haben den Vertrieb neu aufgestellt und setzen viel stärker als früher auf ein Account-Management. In der Vergangenheit gab es separate Vertriebsleute, die im Projektgeschäft tätig waren, andere haben versucht, das Outsourcing-Geschäft zu positionieren. Heute hat der Account-Manager die Aufgabe, das gesamte Serviceportfolio zu offerieren.

CW: Sie bieten sowohl die komplette IT-Auslagerung (Full Outsourcing) als auch selektives Outsourcing an, also die Übernahme von Teilfunktionen. Wo liegen künftig die Schwerpunkte?

Kamann: Es gibt Schwerpunkte im Bereich M-Business und grundsätzlich im gesamten Feld des E-Business. Wir werden alle gängigen Themen in diesem Sektor besetzen. Wir bemühen uns aber definitiv nicht um solche Kunden, die über Outsourcing ausschließlich eine Kostensenkung im Auge haben. Ein Unternehmen muss in der Kooperation mit uns einen Mehrwert sehen.

CW: Schränken Sie mit dieser Strategie Ihr Outsourcing-Portfolio nicht zu stark ein?

Kamann: Wir nehmen uns einerseits sicher die Chance, Umsatz zu generieren. Ob man mit derartigen Einnahmen aber immer profitabel arbeiten kann, ist eine andere Frage. Wir sind angetreten, um ein profitables Wachstum zu erreichen.

CW: Deutsche Unternehmen tun sich im internationalen Vergleich schwer mit Outsourcing-Entscheidungen. Woran liegt das?

Kamann: Der Begriff Outsourcing war in der Vergangenheit in Deutschland häufig negativ belegt; die Anwenderfirmen scheuten sich, etwas aus der Hand zu geben, die Kontrolle zu verlieren. Das hat sich geändert - Outsourcing hat sich etabliert. Wir bieten Kunden unsere umfassenden Kenntnisse an, um Geschäftsprozesse zu optimieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Das heißt, unser Wissen und das unserer Partner fließt in das Unternehmen ein. Es handelt sich also eher um eine Art Insourcing.

CW: Welche Unterschiede sehen Sie zwischen dem deutschen und dem angelsächsischen Markt für Outsourcing?

Kamann: In Deutschland geht es sehr stark um das Thema Vertrauen. In den angelsächsischen Ländern dagegen steht bei der Anbieterauswahl der Kostenaspekt im Vordergrund. Wer ein bisschen billiger ist, erhält den Zuschlag. Hierzulande muss man zunächst Vertrauen aufbauen. Das geht nicht von heute auf morgen. Ein weiterer Faktor liegt in der Marktstruktur. In den USA etwa gibt es viel mehr große Unternehmen und damit große Outsourcing-Projekte als in Kontinentaleuropa.