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23.01.1976 - 

Eckardt AG, Stuttgart:

"Wir wollen unsere 360 behalten"

STUTTGART - "Unsere 360 wollen wir noch einige Zeit behalten." Diese Entscheidung zwang den stellvertretenden DV-Chef des Regel- und Meßgeräte-Herstellers Eckardt AG, Stuttgart, Bernd Nürnberg, herstellerunabhängige Software einzusetzen. Wie viele andere Anwenderkollegen mußte er in den "sauren Apfel" beißen, den seine gekaufte 360 mit sich brachte: Das Alternativ-Paket POWER von IBM, das im Hause zur Diskussion stand, wird nicht mehr gewartet. Um nun trotzdem die beim Multiprogramming entstehenden Ein/Ausgabeengpässe beseitigen zu können, begann der Software-Spezialist der Eckardt AG Anfang 1974 einen umfangreichen Vergleich der "Handvoll" Spooling-Pakete des freien Software-Marktes. Vertriebsbeauftragte wurden ins Haus gebeten, Preise verglichen, Anwenderkollegen mit ähnlichen Installationen befragt.

Das Rennen machte das Westinghouse-Paket ASAP - bei einem Kaufpreis von 14 200 Mark das preisgünstigste Spooling-Paket. "Bei der Gegenüberstellung mit anderer Software mußten zwar bei ASAP einige Abstriche gemacht werden, die aber bei weitem nicht so gravierend sind, um dafür den hohen Preis für ein anderes Paket in Kauf zu nehmen."

Seit dem Einsatz von ASAP Mitte 1974 spürt Nürnberg meßbare Einsparungen bei der Ein- und Ausgabe: Das Paket simuliert drei Peripherieeinheiten für drei Partitions, so daß alle drei Partitions voll genutzt werden können. Die im Kaufpreis enthaltene Operating-Schulung brauchte Nürnberg nicht in Anspruch nehmen - lediglich eine hausinterne Einführung wurde abge(...)ten, so daß bei der Umstellungsphase keine Schulungspause eingelegt werden mußte.

Ermutigt durch den Erfolg des Fremd-Paketes hat Nürnberg noch ein weiteres Westinghouse-Angebot wahrgenommen. Derzeit wird das Dump/Restore eingesetzt, "eine Betriebssoftware, die uns sehr viele Vorteile bringt".

Nürnbergs Einstellung zur herstellerunabhängigen Systemsoftware ist Positiv. Eine eigene Systemprogrammierung wäre ihm viel zu teuer. Sein Ziel ist, Kosten zu mindern. "Wir sind froh, daß das POWER von IBM nicht angesetzt werden konnte, denn im Gegensatz zu ASAP nimmt es noch (...) F 1 als Benutzer-Partition weg."

Um besseres Handling und wesentlich mehr Komfort zu bekommen, greift er lieber "tiefer in die Tasche" und nutzt mit Systemsoftware "jede Möglichkeit, Kapazität freizuschau(...)