Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.10.2004 - 

Umstrittener Vorschlag der Fernsehkommission

Wirbel um Rundfunkgebühren auf PCs

MÜNCHEN (CW) - Die Fernsehkommission hat die Einführung von Rundfunkgebühren für PCs mit Internet-Zugang vorgeschlagen. Während ein FDP-Sprecher die jährliche Zusatzbelastung für die Wirtschaft auf rund drei Milliarden Euro bezifferte, spricht die Mainzer Staatskanzlei von einem Peanuts-Betrag für Privatunternehmen.

Der von sechs Ministerpräsidenten vorgelegte Entwurf sieht vor, dass die Rundfunkgebühren ab 2005 generell um 86 Cent auf 17,01 Euro ansteigen. Ab Anfang 2007 sollen sie auch für Rechner mit Online-Zugang gelten. Ist in einem Haushalt bereits ein Fernseher und/oder Rundfunkgerät angemeldet, sieht die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) den radiofähigen Computer allerdings als Zweitgerät, das laut Staatsvertrag gebührenfrei ist.

Auch Betriebe sollen zahlen

Die Regelung soll auch für Betriebe gelten - eine Ausweitung, die den Wirtschaftsstandort Deutschland in dramatischem Umfang zu schädigen droht, orakelte Hans-Joachim Otto, medienpolitischer Sprecher der FDP. Seinen Berechnungen zufolge ergäbe sich damit für die deutsche Wirtschaft angesichts von rund 15 Millionen Internet-fähigen PCs eine jährliche Zusatzbelastung von rund drei Milliarden Euro. Nach Darstellung der Mainzer Staatskanzlei sind die Gebühren indes nur für ein Gerät je Grundstück zu entrichten: Die Deutsche Bank zum Beispiel müsste demnach für 1000 PCs insgesamt 16,15 Euro bezahlen. Das wäre für die Wirtschaft ein Betrag, der wohl deutlich unter der "Peanuts"-Grenze liegt. Der Vorschlag soll Anfang Oktober verabschiedet werden. (mb)