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25.07.2003 - 

Speichernetze/Externe PCs in Datensicherungskonzept einbinden

Wird oft vergessen: Backup von Mobilgeräten

Unternehmensdaten und vor allem die Sicherung unternehmenskritischer Informationen waren immer eine zentrale Aufgabe von IT-Managern. Mit der wachsenden Verbreitung von Mobilgeräten drohen sich immer mehr wichtige Applikationen dem Zugriff der Administratoren zu entziehen.Von Susanne Schulze*

Unternehmen mit ihren unterschiedlichen Abteilungen und Applikationen haben einen sehr speziellen Bedarf für ihre Datensicherung. Und mit sinkenden Budgets und erhöhtem Druck, in allen Bereichen Kosten sparen zu wollen, müssen IT-Manager mehr denn je wissen, welche unternehmenskritischen Daten sie haben und wie oft diese Daten erstellt und aktualisiert werden. Daraus ergibt sich für sie die beste und preisgünstigste Datenschutzlösung.

Der Markt der Backup-Lösungen und der Umgang der Anwender mit ihnen hat sich weiterentwickelt. Zwar gibt es heute noch User, die ihre Daten auf einem ZIP-Drive oder mittels CD-Brenner sichern; und es gibt Produkte, die die Daten auf dem Laptop in einer zweiten Partition spiegeln. Solchen Ansätzen ist gemeinsam, dass sie kaum Sicherheit bringen: Entweder werden die Daten nicht automatisiert von der Software gesichert, oder die Backup-Daten befinden sich noch immer auf dem Laptop und sind somit Defekten und Diebstahl ausgesetzt.

Die meisten Daten liegen auf PCs

Beim Backup verstärkt sich auf der Server-Seite mehr und mehr der Trend, Online-Speicher, etwa EMCs "Centera", zu nutzen. Hierdurch werden mehr und mehr Bandbibliotheken abgelöst. Der Vorteil dieser neuen Lösungen liegt neben dem operativen Handling (TCO) besonders in der Performance und der sicheren Aufbewahrung von Informationen.

Die meisten Unternehmensdaten werden aber immer noch unzureichend gesichert und verwaltet, so die Zahlen renommierter Marktforschungsunternehmen. Laut IDC speichern Firmen rund 60 Prozent aller Daten auf ihren Desktop-Rechnern und Laptops. Jeder Aus-fall eines PC, etwa durch Viren, Festplatten-Crashes, Mitarbeiterfluktuation und dergleichen, verursacht pro Gerät durchschnittlich 200 Euro Kosten pro Stunde. Zudem tauschen die Unternehmen Jahr für Jahr 30 Prozent aller Rechner aus. Die jährlichen Supportkosten addieren sich für einen PC auf rund 6000 Euro, bei Laptops sogar auf rund 9000 Euro.

Laptops werden gestohlen oder gehen kaputt

Grund genug für jedes Unternehmen, eine effektive und leicht handhabbare PC-Backup-Lösung im Einsatz zu haben. Die Marktentwicklung spiegelt den zunehmend hohen Bedarf der Unternehmen an Softwarelösungen für den PC-Backup wider. Der aktuelle Fünf-Jahres-Forecast von IDC für den weltweiten PC-Backup-Software-Markt (2002 bis 2006) enthält zwei wesentliche Szenarien: Einer sehr wahrscheinlichen, auf der Entwicklung der letzten Jahre basierenden Einschätzung zufolge werden die Einnahmen in diesem Segment bis zum Jahr 2006 auf 111 Millionen Dollar anwachsen. Eine zweite, vorsichtigere Einschätzung beruht auf einer anhaltenden wirtschaftlichen Rezession. Hiernach werden in diesem Bereich bis zum Jahr 2006 knapp 90 Millionen Dollar umgesetzt werden, im Jahr 2002 waren es rund 56 Millionen Dollar. Insider schätzen die Entwicklung in diesem stark wachsenden Markt noch wesentlich höher ein.

Faktisch und statistisch ist heute bekannt, dass der ungenügend gesicherte Umgang mit PCs und mobilen Geräten starke Konsequenzen nach sich zieht. Laut IDC fallen jährlich 15 Prozent der Laptops in Unternehmen einfach aus. Zehn Prozent der Mobilgeräte in Unternehmen werden pro Jahr gestohlen oder nicht mehr aufgefunden. Hinzu kommt, dass die Hälfte aller Anrufe bei Helpdesks allein durch PC-Systemprobleme veranlasst sind. So sollten also gerade große Unternehmen mit vielen Außendienst- oder Heimbüromitarbeitern die mobilen Rechner und externen PCs durch ein automatisiertes PC-Backup-System schützen.

Wie können aber die Unternehmen ihre mobilen Geräte sinnvoll in ihre Backup-Konzepte integrieren? Ein sicheres Backup ist nur möglich, wenn die mobilen Geräte ihre Daten auf einen zentralen Server übertragen. Es empfiehlt sich, dafür jedes mögliche Netz (Internet, Intranet, LAN, WAN, GSM...) für den Backup zu nutzen. Sobald der mobile Rechner die Verfügbarkeit eines Netzes erkennt, muss das Backup-Werkzeug automatisch mit dem Backup beginnen. Unverzichtbar sind hierbei Techniken, die das Volumen der zu speichernden Daten vor Beginn der Übertragung möglichst stark reduzieren. Nur so kann ein effektives, performantes und kostengünstiges Backup gewährleistet werden. Aufgrund der Mobilität ist es notwendig, dass ein solches Client-Backup vom Client aus angestoßen wird. Die Client-Software ist der Teil im Konzept, der die Regeln beinhaltet, der Server-Part ist der Teil, der die Intelligenz und die Prozesse für ein optimales Handhaben der übertragenen Daten sicherstellt (HSM, Skalierbarkeit, Verfügbarkeit, Online-Storage).

Der Benutzer bestimmt den Zeitpunkt

Aufgrund der Mobilität muss ein Schedule-basierendes Backup nicht immer die sinnvollste Variante sein. Daher muss es dem PC-Nutzer ermöglicht werden, das Backup selber anzustoßen. Damit er dies nicht vergisst, werden sowohl auf dem Laptop als auch beim Administrator Warnmeldungen produziert, sobald ein Anwender die definierte maximale Zeit seit der letzten Datensicherung hat verstreichen lassen. Damit ist es möglich, ein Full-Backup eines Laptops vorzunehmen und im Notfall die Daten und Einstellungen des Anwenders teilweise oder komplett wieder zurückzuspielen. Dies kann online oder per CD-Satz passieren. Auch ein "Heal", das ist die Wiederherstellung einer zuvor defekten Systemumgebung, ist dadurch möglich. (kk)

*Susanne Schulze ist freie Autorin in Feldafing

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Datensicherung ist die wohl wichtigste Aufgabe der Speicherverwalter. In die oft automatisierten Prozeduren werden alle Rechner im Unternehmen einbezogen. Alle? Oft bleibt die Verantwortung für den Backup von Notebooks bei den Benutzern hängen, die sich mit ZIP-Drives oder gebrannten CDs behelfen - kein besonders systematisches Vorgehen. Auch Notebooks sollten in die Backup-Konzepte der Unternehmen integriert werden.

Beispiel: Connected Data Protector 7.0Das PC-Backup-System schützt mobile Rechner und PCs automatisiert vor Datenverlust und enthält eine Backup- und Speicheroption für lokal archivierte E-Mails. Die Sicherung und Speicherung erfolgt verschlüsselt und komprimiert. Die Lösung ist skalierbar und unterstützt mehr als 20000 PCs pro Server, was die Implementierungskosten gering hält. PCs können ohne weitere Investitionen in drei bis fünf Stunden nach einem Absturz automatisch wiederhergestellt werden. Connected Data Protector wird im Mietmodell oder als lizenziertes Softwareprodukt angeboten. Weitere Infos unter www.de.connected.com.

Abb: Online-Backup mit Connected Data Protector

Die Software Data Protector besteht aus dem Client-Programm, das die Regeln beinhaltet und der Server-Applikation, die die Intelligenz enthält und das Prozedere bestimmt. Quelle: Links for Business