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20.04.2001 - 

Erweiterungen sind in Arbeit

Wireless LANs werden schneller und sicherer

MÜNCHEN (CW) - Kabellose Netzwerke auf Basis des Standards 802.11 erfreuen sich bei Anwendern immer größerer Beliebtheit. Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) arbeitet bereits an der Erweiterung des Standards.

Geht es nach Forrester Research, dann sieht die Zukunft für drahtlose lokale Netze rosig aus: In einer aktuellen Untersuchung behaupten die Analysten, Funk-LANs ständen vor einem "explosionsartigen Wachstum". Das sei einerseits auf die breite Herstellerunterstützung zurückzuführen, erkläre sich aber - den fallenden Preisen für das notwendige Equipment sei Dank - auch durch die steigende Akzeptanz in Unternehmen.\Fhg-IPK)Diese nutzen die Technik als Ergänzung oder sogar Ersatz für bestehende konventionelle Netze. Vor allem in Bereichen, in denen das Verlegen von Kabeln kompliziert oder unmöglich ist, bietet sich das Verfahren an. Daneben empfiehlt sich der Einsatz dort, wo die Netzinfrastruktur nicht ständig beziehungsweise von häufig wechselnden Mitarbeitern genutzt wird, etwa in Konferenzräumen oder im Rahmen von Desk-Sharing-Projekten.

In den USA wird das Verfahren bereits an zahlreichen Flughäfen und anderen öffentlichen Plätzen verwendet, um den Kunden Zugang zu bestimmten Serviceangeboten zu geben. Unlängst kündigte auch die Kaffeehauskette "Starbucks" an, in ihren Niederlassungen Funk-LANs für ihre Gäste zu installieren.

Heute gebräuchliche Wireless LANs (WLANs) nutzen meist den von der IEEE 1999 definierten Standard 802.11b. Dieser sieht drahtlose Übertragungen mit theoretisch möglichen 11 Mbit/s im Bereich des lizenzfreien 2,4-Gigahertz-Bandes vor - im Praxisbetrieb ist es meist etwa die Hälfte davon. Die ebenfalls seit 1999 vorliegende Spezifikation 802.11a hingegen nutzt Frequenzen im Bereich von fünf Gigahertz für die Kommunikation - das erlaubt Datenraten von bis zu 54 Mbit/s. Das zugrunde liegende Verfahren ist allerdings komplizierter umzusetzen als bei 802.11b, weswegen Hersteller der langsameren Version den Vorzug gaben.

Nach Angaben von Brian Grimm, Sprecher der Wireless Ethernet Compatibility Alliance (Weca), nimmt die Verbreitung von Funk-LANs inzwischen auch in Europa zu. An der wachsenden Popularität des Verfahrens hat die Weca einen nicht zu unterschätzenden Anteil: Die Gruppe testet Funk-LAN-Komponenten verschiedener Hersteller und untersucht, ob sie mit den Produkten anderer Anbieter zusammenarbeiten. Ist dies der Fall, erhalten diese das "Wireless-Fidelity"(Wi-Fi-)Siegel. Das erleichtert dem Verbraucher die Auswahl beim Kauf von Produkten.

Das IEEE arbeitet bereits an Verbesserungen des Standards. So beschäftigt sich die Arbeitsgruppe E damit, die Spezifikation um mehr Sicherheit und die Fähigkeit zur Bereitstellung von bestimmten Dienstequalitäten (Quality of Service = QoS) zu ergänzen. Jedem dieser Bereiche widmet sich eine eigene Untergruppe. Noch in der Frühphase befindet sich die Arbeit der Gruppe F, die sich mit der Kommunikation zwischen verschiedenen Funk-LAN-Zugangspunkten befasst. Die Ergebnisse dieses Teams sollen als Empfehlungen für den Praxisbetrieb an den Standard angehängt werden.

Außerdem existiert eine Arbeitsgruppe G, die das Protokoll der physikalischen Ebene der Spezifikation 802.11b erweitern will. Angestrebt sind Übertragungsraten von etwa 20 Mbit/s, wobei aber nach wie vor das 2,4-Gigahertz-Band genutzt werden soll. Der fertige Standard soll dementsprechend 802.11g genannt werden.

Die IEEE-Arbeitsgruppe H wurde unlängst eingerichtet, um sich mit der Harmonisierung zwischen dem europäischen Hiperlan/2-Standard und 802.11a zu widmen. Weca-Sprecher Grimm gibt sich zuversichtlich, dass die Arbeit Erfolg haben wird.

Abb: Drahtlose Aussichten

Künftige Funk-LANs werden schneller sein als Draht-Ethernet. Quelle: CW