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Stadtweite LANs anstelle von Telefonnetzen


28.09.2001 - 

Wireless Web als Alternative?

FRAMINGHAM (IDG) - Eine Alternative zum Internet und den etablierten Carrier-Netzen versuchen derzeit Anwendervereinigungen in den USA und Europa aufzubauen. Mit Hilfe der Wireless-LAN-Technik wollen sie die Städte vernetzen.

Ehrgeizige Pläne haben Gruppen wie Sflan, Guerilla Net, NYC Wireless oder Consumernet und Elektrosmog in den USA und Europa: Sie wollen mit Hilfe der WLAN-Technologie gemäß IEEE-Spezifikation 802.11b in den Städten eine alternative Infrastruktur aufbauen. Über die WLANs, von den Gruppen auch als "Community Networks" bezeichnet, möchten sie Services wie einen kostenlosen Internet-Zugang oder Telefongespräche auf IP-Basis anbieten. Einen weiteren Vorteil sehen die Betreiber in ihrer Unabhängigkeit von Regierungen und Industrie.

Auf ihrem Weg zu stadtweiten Funknetzen haben die Initiatoren jedoch mit einigen technischen Hürden zu kämpfen. Per se haben nämlich die 802.11b-WLANs nur eine Reichweite von hundert Metern - ein Problem, das die Gruppen teilweise mit Spezialantennen sowie Zusatzverstärkern umgehen. Zudem erscheint die Zuverlässigkeit dieser Netze in Sachen Performance fragwürdig. Denn im verwendeten 2,4-Gigahertz-Frequenzband funken auch schnurlose Telefone, Mikrowellen und teilweise das Militär. Noch enger dürfte es in diesem Bereich zugehen, wenn Bluetooth im Consumer-Segment ein Erfolg wird. Eine weitere Schwierigkeit ist die unzureichende Sicherheit der WLAN-Technologie. Ein Punkt, der die Gruppen nicht weiter stört. Sie raten ihren Mitgliedern, wichtige Daten zur Übertragung zu verschlüsseln.

Ungeachtet der ungelösten Probleme sind die diversen Gruppen vom Erfolg ihres Ansatzes überzeugt. Für sie überwiegen Vorteile wie das kostenlose Kommunikationsmittel oder die Möglichkeit, nun auch in einem Park online gehen zu können. Ferner spielt ein bisschen Romantik mit: Ähnlich wie in der Gründerzeit des Internet ist die Szene von einer Art Pioniergeist geprägt.

Doch gerade diese Gründerstimmung dürfte nicht lange anhalten. Unternehmen wie IBM, Mobilstar Network , Waport Inc., Microsoft oder Starbucks haben das Potenzial der Funk-LANs ebenfalls entdeckt und planen kommerzielle Installationen.