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05.01.1990 - 

Studie von Frost & Sullivan erwartet Boom für 1992

Wirrwarr bei Telecom-Produkten zwingt zu Netzwerk-Management

05.01.1990

NEW YORK (CW) - Network Management Systeme sind auf dem Vormarsch. Eine Studie der Marktforscher Frost & Sullivan Ltd. bescheinigt den "Netzführungssystemen" bis zum Jahr 1992 in Europa einen rapiden Aufschwung.

Die Studie mit dem Titel "Netzführungssysteme in Europa" beleuchtet ausschließlich den europäischen Markt. Die Analysten kommen vor allem zu dem Ergebnis, daß die gemeinsame Nutzung von Informationen als Unternehmensressource zu einer Abhängigkeit von Netzen und DV-Systemen unterschiedlicher Hersteller geführt hat, die es nun zu verknüpfen und gemeinsam zu steuern gilt.

lm vergangenen Jahr wurden in Europa laut Frost & Sullivan 175 Millionen Dollar in NMS-Produkte investiert. Die 210 Seiten umfassende Analyse prophezeit den Höhepunkt des NMS-Marktes für das Jahr 1992 mit einem Absatzvolumen von 623 Millionen Dollar. 1993 werde das Geschäft auf 548 Millionen Dollar zurückgehen. Grund: Es wird eine Marktsättigung eintreten, weil 1992 praktisch alle privaten Datennetze über NMS-Produkte verfügen und die Anwender vor der Einführung neuer Normen Mitte der 90er Jahre keine weiteren Investitionen tätigen werden.

Größter Einzelmarkt Westeuropos ist England

Als größter Einzelmarkt Westeuropas nannte die Studie England: 28 Prozent der ausgelieferten NMS-Produkte wurden in Netze auf der Insel implementiert, das entspricht einem Wert von rund 49 Millionen Dollar. Die Entbürokratisierung des TK-Marktes, günstige Tarife für geleaste Leitungen im Gegensatz zu den teuren öffentlichen Netzen sowie die Konzentration vieler amerikanischer Hersteller auf England gelten als Grund für den Boom.

An zweiter Stelle rangiert in Europa Frankreich, das laut Frost & Sullivan 19 Prozent oder 33 Millionen Dollar auf sich vereinigt. Zu den Schlußlichtern zählt dagegen die Bundesrepublik. Auf sie entfallen nur 8,6 Prozent (15 Millionen Dollar) des europäischen NMS-Kuchen, wofür die Marktforscher die Dominanz der Bundespost als Ursache angeben.

Bei der Analyse der einzelnen Produkte hat in der Studie die DV-Software weiterhin die Nase vorn. 1988 stellte sie mit 38 Prozent den größten Anteil im Netzwerk-Markt.

Bis 1993 wird sich, so Frost & Sullivan, der Anteil der NMS-Produkte in dieser Statistik auf 26 Prozent erhöhen. Modems und Multiplexer werden dagegen ihren bedeutenden Marktanteil einbüßen.