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22.05.1981

Wirrwarr im Zahlungssystem:\ Cash-Management und Liquidität

22.05.1981

GALLEN (sg) - Von der Öffentlichkeit wenig beachtet, von Fachleuten indes dringend gefordert, haben sich unter Führung der Schweizer Nationalbank (SNB) kürzlich die staatlichen und privaten Träger des Zahlungsverkehrs der Probleme angenommen, die im Zusammenhang mit dem derzeitigen Zahlungssystem anstehen.

Damit war Gelegenheit gegeben, die Ergebnisse aus den seit Jahren auf verschiedenen Ebenen laufenden Vorbereitungen für ein gemeinsam zu betreibendes Zahlungssystem zu diskutieren. Bis es indes einmal soweit sein wird, daß staatliche Stellen wie die SNB und die PTT sich mit den privaten Stellen, vornehmlich den Banken, zu diesem gemeinsamen Zahlungssystem zusammenfinden, dürfte es wohl noch einige Zeit dauern

Man scheint jedoch begriffen zu haben, daß wegen der laufenden Einführung neuer " Geldinstrumente ", zum Beispiel den verschiedensten Kreditkarten, ein hohes Maß an Koordination unter den Trägern des Geldsystems vorausgesetzt werden muß, zumal zu befürchten ist, daß bei fehlender Koordination kostspielige Fehlinvestitionen nicht ausbleiben.

In der Schweiz, wo der Anteil der Zahlungen mit staatlichem Geld, also mit Münzen und Noten, mit über 80 Prozent relativ hoch liegt, verursachen die derzeit betriebenen, inkompatiblen Zahlungssysteme schätzungsweise Kosten von 1,5 Milliarden Franken jährlich. Und diese Kosten haben vor allem die Unternehmen die sich in Ermangelung besserer Einrichtungen diesem Zahlungswirrwarr anpassen müssen, zu tragen.

Die Telekurs AG Zürich, die seit kurzem an einem einheitlichen Zahlungssystem arbeitet, skizzierte ihr System in einem fünfteiligen Grobkonzept. Es beinhaltet im ersten und zweiten Teil den elektronischen Überweisungs-Verkehr "Bank - Bank und Wirtschaft - Bank" und im dritten Teil "Konsument - Wirtschaft - Bank". Der vierte Teil ist dem elektronisch gesteuerten Bargeldbezug "Konsument - Bank" zugedacht, und der fünfte Teil bleibt dem konventionellen Zahlungsverkehr vorbehalten. Alles zusammen soll vorab einmal der Wirtschaft ein optimales Cash-Management ermöglichen und dazu eine Beschleunigung der Transaktionsverarbeitung bewirken und bei den Banken die Liquidität besser steuern.