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19.05.2000 - 

World Radio Conference diskutiert Frequenzvergabe

Wirtschaftliche Interessen der USA sorgen für Konflikt mit der EU

ISTANBUL (CW) - Rund einen Monat lang diskutieren die 180 Mitgliedsstaaten der ITU auf der World Radio Conference in Instanbul über die künftige Nutzung von Funkfrequenzen. Umstritten ist vor allem das Frequenzband für GPS-Systeme und Mobile Wireless Services.

Auf den ersten Blick ist die Vergabe von Frequenzbändern ein relativ dröges Thema, doch im Hintergrund geht es um milliardenschwere Zukunftsmärkte. Dabei prallen vor allem die wirtschaftlichen Interessen der EU-Staaten und der USA aufeinander. Umstritten ist etwa die Vergabe von Frequenzen für zivile satellitengestützte Navigationssysteme. Während die EU, die mit Galileo an einem zivilen europäischen System arbeitet, auf eine Entscheidung drängt, mauern die USA und spielen auf Zeit. Die Amerikaner, die derzeit noch eine GPS-Monopolstellung haben, wollen erst einmal ein bis zwei Jahre lang eine Feldstudie erarbeiten.

Ein weiterer Streitpunkt ist die künftige Nutzung des 2,5- bis 2,69-Gigahertz-Bandes. Während die Amerikaner dieses Band bereits vorschnell für feste Funksysteme freigaben, wollen die Europäer die Frequenzen für mobile Funkdienste der nächsten Generation nutzen. Ein Ansinnen, das wiederum bei den USA auf wenig Gegenliebe stößt. Sie befürchten, dass Geräte dann speziell an den US-Markt angepasst werden müssen und sich entsprechend verteuern.