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11.03.1977

Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen III (Kosten für Maschinennutzung) Kosten für Maschinennutzung machen bei jedem umfangreichen Projekt größere Summen aus. Man darf nicht 2 in den Fehler verfallen, die Maschinenkosten zu Grenzkosten zu verrechnen. Die Gru

Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen III (Kosten für Maschinennutzung)

Kosten für Maschinennutzung machen bei jedem umfangreichen Projekt größere Summen aus. Man darf nicht 2 in den Fehler verfallen, die Maschinenkosten zu Grenzkosten zu verrechnen. Die Grunde würden bereits im Scholz-Report Nr. 10/76 eingehend dargestellt, so daß an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen werden muß.

2.1 Testkosten des eigenen EDV-Systems

Testkosten des eigenen Systems sollten nach denselben Grundsätzen wie die normale Produktion ermittelt und verrechnet werden. Zu Anfang eines Projektes werden die Testkosten meist mehr oder weniger genau geschätzt. Die Kontrolle der Testkosten pro Projekt wird jedoch in den wenigsten Fällen hinreichend genau durchgeführt.

Die Integration von Testkostenkontrolle pro Projekt und allen Projektaufwendungen ist deshalb schwierig, weil Rechenzentrum einerseits und Projektführung andererseits aufeinander abgestimmt werden müssen. Zudem kämpfen viele EDV-Leiter mit dem Aufbau bzw. der Einführung einer geeigneten Accounting-Routine, die ihnen verläßliche Informationen liefert.

Man sollte trotz der auftretenden Schwierigkeiten nicht darauf verzichten, die Testkosten in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einzubeziehen, selbst wenn man genau weiß, daß kein geeignetes Kontrollinstrument zur Verfügung steht, um diese Kosten laufend überwachen zu können. Es ist immer noch besser, sich auf Schätzwerte zu stützen, als auf den Ansatz von Testkosten überhaupt zu verzichten.

Testkosten werden meist ganz erheblich unterschätzt. Besonders bei integrierten Systemen fallen erhebliche Testkosten an, weil man aufwendige Kettentests durchziehen muß. Auch bei Projekten, die im wesentlichen Änderungen bzw. Erweiterungen zu vorhandenen Systemen darstellen, ergeben sich gewaltige Testkosten dadurch daß man aus Sicherheitsgründen langwierige Tests durchziehen muß. Die Organisation und EDV sollte sich auf keinen Kompromiß einlassen und die Testkosten künstlich niedrig ansetzen, damit der Nutzen des Projektes größer wird. Wenn wichtige Testläufe unterlassen worden sind, muß dies einzig und allein die Organisation/EDV ausbaden, wenn etwas schiefgeht.

2.2 Testkosten fremder EDV-Systeme

Testkosten fremder Systeme sind meist leichter zu kalkulieren und zu überwachen, weil man von der externen Seite Angebote und/oder Rechnungen bekommt, anhand deren man die Testkosten besser schätzen und möglicherweise auch überwachen kann. Dies sollte kein Argument dafür sein, daß man die teureren externen Testkosten generell bevorzugt.

Eine Testabwicklung außer Haus sollte nur dann infrage kommen, wenn die benötigte Hardware und/oder Systemsoftware vor Start des Projektes (aus der Sicht der Durchführung) nicht zur Verfügung gestellt werden kann. Bei neuen Systemen wird meist eine gewisse Anzahl freier Teststunden im Rechenzentrum des Herstellers zur Verfügung gestellt. Hier sollte überlegt werden, wie sinnvoll diese Stunden genutzt werden können.

Mitunter kann es sich empfehlen, Tests für neue Anwendungen bei einem EDV-Leiter-Kollegen durchzuführen. Dies kann dann besonders kostengünstig sein, wenn die Maschinenstunden billig abgegeben werden, weil genügend freie Kapazität vorhanden ist, die anders sinnvoll nicht genutzt werden kann. Man muß derartige Alternativen genau durchrechnen, ehe eine Entscheidung getroffen wird.

Hier sind auch personelle Aspekte für die Durchführung der Testläufe zu beachten.

2.3 Anlaufkosten der Hardware

Anlaufkosten der Hardware entstehen etwa dann, wenn für ein bestimmtes Projekt vor echtem Einsatz bestimmte Geräte schon benötigt werden, um die Programme entsprechend austesten zu können. Besonders gilt dies für Kettentests.

Je kleiner ein EDV-System ist, um so mehr schlagen Erweiterungen relativ zu Buch, so daß man versucht, Hardwareanlaufkosten so weit es geht zu vermeiden. Ein TP-System kann man beispielsweise jedoch nur dann einführen, wenn man zumindest eine gewisse Zeit vorher ein oder mehrere Terminals installiert, ohne daß man die echte TP-Anwendung schon fahren kann.

Auch aus Sicherheitsgründen sollte man Hardwareanlaufkosten in Projekte einbauen. Es ist Schleichweg irreal, wenn man annimmt, daß alle neuen Techniken auf Anhieb funktionieren, selbst wenn die Hersteller noch so sehr beteuern, daß alles bestens funktionieren wird.