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01.06.1990 - 

Kein Zugriff auf die "gefüllten Fleischtöpfe"

Wirtschaftsinforrnatiker der Fachhochschulen unzufrieden

FURTWANGEN (CW) - Die bundesdeutschen Wirtschaftsinformatiker an Fachhochschulen klagen über schlechte Arbeitsbedingungen und die "diskriminierende" Einstellungspraxis im öffentlichen Dienst.

Nach Meinung des Arbeitskreises Wirtschaftinforrnatik an Fachhochschulen ist die Vertretung dieser Einrichtung in Institutionen von Wissenschaft und Forschung "praktisch nicht gegeben". So laufe beispielsweise das wirtschaftsinformatorische Sonderprogramm der DFG an den Fachhochschulen vorbei. In vielen Beratungsgremien von Ministerien, die Forschungsmittel vergeben, seien die Fachhochschulen nicht vertreten.

Zwar werde man verbal sehr kräftig, aber materiell nur sehr zögerlich unterstützt: "Sondermittel über das Möllemann-Programm: ja; Zugriff auf die gefüllten Fleischtöpfe: nein".

Zudem beklagen die Professoren die aus ihrer Sicht eklatanten Mißstände in ihrem Fachbereich. Dazu zählen sie:

- den Mangel an Professoren,

- die Unterrichtsbelastung von 18 Semesterwochenstunden,

- die schlechte Besoldungsstruktur und

- die kaum vorhandenen Labor- und Personalmittel.

Nicht einverstanden ist man mit der "diskriminierenden" Einstellungspraxis des öffentlichen Dienstes. So stelle die Bundespost keine Wirtschaftsinformatiker ein, man müsse dort eine allgemeine Informatik-Ausbildung vorweisen. Während das FH-Studium in der Industrie als gleichwertig mit dem Universitätsstudium gesehen wird, ist dies beim öffentlichen Dienst nicht der Fall.