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15.11.1985

Wirtschaftsmisere der US Industrie fordert weiter ihren Tribut:Control Data und Intel schließen Werke

NEW YORK/HILISBORO (CW) - Erneut haben zwei US-Konzerne Werksschließung und Personalabbau beschlossen. Betroffen sind die Mitarbeiter der Control Data Corp. (CDC) und des Mikroprozessorherstellers Intel Corp.

Die Control Data will mit diesen Maßnahmen ihre finanziellen Schwierigkeiten überwinden. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres mußte das Unternehmen laut Control-Data-President Robert M. Price einen Verlust von rund 270 Millionen Dollar hinnehmen. Auch sei man bei einigen Krediten in Verzug geraten.

Große Probleme soll vor allem die Unternehmensgruppe Peripherieprodukte, die hauptsächlich Plattenlaufwerke und Speichergeräte herstellt, bereiten. Ihre Verluste hätten nicht nur die Erträge der anderen Konzernbereiche in diesem Jahr aufgezehrt, sondern auch zu den Belastungen von nahezu 154 Millionen Dollar im dritten Quartal geführt. Grund dafür, so Price, seien die rückläufigen Gewinnspannen bei Peripheriegeräten in der gesamten Industrie. Der schlechte Geschäftsverlauf in diesem Bereich hat in diesem Jahr schon 7000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz gekostet. Weitere Entlassungen sind laut Price wahrscheinlich.

Das Programm zur Verkleinerung des Konzerns sieht aber auch noch andere Einsparungen vor. So sollen das internationale Dienstleistungsgeschäft veräußert oder eingestellt und bereits geplante Investitionen aufgegeben oder zumindest verschoben werden.

Die wirtschaftliche Situation der Halbleiterindustrie zwingt die Intel Corp. zur Aufgabe ihrer Wafer-Produktion. Bis Jahresende will das Unternehmen voraussichtlich eine seiner beiden Anlagen, bekannt unter dem Namen FAB 5, schließen und von den 520 Mitarbeitern rund 450 entlassen. Die Wafer-Produktion war bisher mit etwa drei bis fünf Prozent am Konzernumsatz beteiligt. Sollte sich die Lage der Halbleiterindustrie nicht verbessern, will Intel im nächsten Jahr den Personalbestand weltweit weiter abbauen. Die Münchener Intel Semiconductor GmbH teile mit, daß ihre rund 200 Mitarbeiter von der Entlassungswelle derzeit noch nicht betroffen seien.