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20.01.2010

Wirtschaftsprüfer werfen EADS Missmanagement beim A400M vor - HB

BERLIN (Dow Jones)--Die Kostenexplosion bei der Produktion des Militär-Airbus A400M ist laut einer Studie zum Großteil auf Managementfehler zurückzuführen. Zu diesem Schluss kommt laut einem Bericht des "Handelsblatt" (HB - Mittwochsausgabe) ein vertraulicher Prüfbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers, der der Zeitung vorliegt.

BERLIN (Dow Jones)--Die Kostenexplosion bei der Produktion des Militär-Airbus A400M ist laut einer Studie zum Großteil auf Managementfehler zurückzuführen. Zu diesem Schluss kommt laut einem Bericht des "Handelsblatt" (HB - Mittwochsausgabe) ein vertraulicher Prüfbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers, der der Zeitung vorliegt.

Seit Jahren habe der Airbus-Mutterkonzern EADS bei Entwicklung und Produktion des A400M keine effektive Kontrolle über die Kostenentwicklung des 20-Mrd-EUR-Projekts, das die Produktion von 180 Militärflugzeugen für sieben europäische Staaten vorsieht.

Die European Aeronautic Defence and Space Co NV wollte dazu auf Nachfrage von Dow Jones Newswires keinen Kommentar abgeben. "Wir sind der Überzeugung, dass das Unternehmen keine normale Finanz-Kontrolle für die Begleitung seiner Programme besitzt", zitiert das Blatt die Prüfer. Am Donnerstag verhandeln die Vertreter der sieben Regierungen mit EADS über die Produktionskosten.

In dem Prüfbericht, den die sieben Abnehmerstaaten in Auftrag gegeben hätten, heißt es laut "HB" weiter: "Wir stellten fest, dass der begleitende Budgetansatz die tatsächlichen Kosten des A400M-Projekts permanent und erheblich unterschätzt hat. Daraus schließen wir, dass alle Kostenansätze höchstens beschränkte Aussagekraft besitzen."

Nach Überzeugung der Wirtschaftsprüfer muss das Unternehmen die eingegangenen Verträge erfüllen, um zu überleben: "Den Vertrag nicht einzuhalten dürfte für EADS die schwerwiegendsten Folgen nach sich ziehen." Zugleich könne das Unternehmen jedoch Mehrkosten bis zur Höhe von 7,6 Mrd EUR problemlos schultern, so das Urteil der Prüfer.

EADS widerspreche dieser Schlussfolgerung: "Der Prüfbericht ist dahingehend irreführend, dass EADS die Zusatzkosten allein schultern könnte", sagte der Sprecher.

Webseiten: www.handelsblatt.com www.eads.com DJG/bam/kib/brb Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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