Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.07.1993

Wirtschaftswunderkinder gesucht

Controlling ist ein Thema fuer viele geworden. Der Trend zu Dezentralisierung und/oder Profit-Centern macht in den oftmals neuen Geschaeftseinheiten ein vollverantwortliches Management notwendig - das bedeutet auch Controlling.

Nach allgemeinem Verstaendnis bedeutet Controlling in erster Linie, die Ablaeufe und Handlungen so zu regeln, dass sie die Erfuellung der gesetzten Unternehmensziele gewaehrleisten. Doch auch versteckte Kosten (siehe nebenstehenden Bericht) aufzuspueren, sowohl in zentralen Unternehmenseinheiten oder dem informationstechnischen Aequivalent, also etwa einem traditionellen zentralen Rechenzentrum, kann ueberlebenswichtig werden. In dezentralen Einheiten, die inzwischen ihre eigenen DV-Budgets aufmachen, gilt dies nicht minder, doch ist hier das Thema relativ neu.

Jetzt ist sowohl von den Geschaeftsleitungsgremien als auch von jeder anderen Fuehrungskraft die Faehigkeit und die Bereitschaft zu einem hohen Mass an "Self-Controlling" gefordert und die Einsicht, dass es ohne Kontrolle nicht geht. Zu wuenschen waere der mit sozialer Kompetenz ausgestattete Fachmann fuer die uebernommene Aufgabe, der aber auch zugleich in der Lage ist, in wirtschaftlichen Zusammenhaengen und "Gewinn und Verlust" zu denken.

Das kann allerdings im engeren Bereich der Informationsverarbeitung bedeuten, dass weniger herkoemmliche Kosten-Nutzen-Rechnungen aufgemacht werden als dass firmenphilosophische beziehungsweise -strategische Ziele eine informationstechnische Unterstuetzung bekommen - und das moeglicherweise mit dem Risiko hoher Kosten. Gemeint ist hier die Entwicklung der beruehmten wettbewerbsentscheidenden informationstechnologischen Anwendungen.

Der DV-Controller muss also sowohl etwas vom Pfennigfuchser als auch vom Visionaer in seinem Persoenlichkeitsprofil haben, dazu Verkaeuferinstinkte und den Spuersinn eines Kriminalisten. "Allrounder" ist dafuer eine milde Bezeichnung (siehe Seite 35: "DV-Controller muss Spezialist und Generalist in einer Person sein").

Fazit: Unmoegliches erreicht der DV-Controller sofort, Wunder dauern etwas laenger.+ bi