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12.11.1998 - 

Anwenderschulung/Kommentar

Wissen macht auch nichts

Wer nicht versucht, besser zu werden, hört auf, gut zu sein." Das Zitat stammt von Norbert Hermann, Projektleiter beim DV-Trainingsinstitut CDI, und fiel anläßlich der Bekanntgabe von Ergebnissen einer Umfrage. Denen zufolge sind die Arbeitnehmer von mittelständischen Unternehmen stark an ihrem beruflichen Aufstieg interessiert - und bereit, dafür private Opfer zu bringen.

Zumindest die Bewohner der Augsburger Ecke im "Freizeitpark Deutschland" widersprechen Kohlrabenschwarzem Zynismus, indem sie laut eigener Auskunft bereit sind, im Durchschnitt pro Woche auf sieben Stunden Müßiggang zu verzichten, um sich in dieser Zeit der beruflichen Weiterbildung zu widmen. Vorausgesetzt, die Arbeitgeber spendieren für solche Qualifizierungsmaßnahmen ebenfalls Arbeitszeit, wenn auch nicht so viele Stunden. Über die Hälfte der Angestellten will sich sogar per Lernprogrammen am PC selbst zu schulen.

Natürlich wird jeder praxiserfahrene Manager einwenden, zwischen einer allgemein bekundeten Bereitschaft und der tatsächlichen Wahrnehmung von Bildungsangeboten bestünde ja wohl ein gehöriger Unterschied. In der Tat glaubt niemand im Ernst, die deutschen Durchschnittsarbeitnehmer würden beispielsweise allesamt auf den Samstag verzichten, um ein siebenstündiges Trainingsprogramm zu absolvieren. Aber zumindest darf die Erkenntnis, daß fehlendes Engagement Abstieg bedeutet, als gesichert gelten.

Umgekehrt ist die Frage zulässig, ob der häufig beklagte Mangel an beruflichem Fortbildungsinteresse nicht damit zu tun haben könnte, daß sich aktualisierte Kenntnisse für Arbeitnehmer oft keineswegs in beruflichem Aufstieg niederschlagen. Bildung ist für Erwachsene in der Regel kein Selbstzweck, sie müssen dazu motiviert werden, dahinter ein realistisches Ziel erkennen können.