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Neuronale Netze als Kerntechnologie

Wissen per Web-Service abrufen

12.09.2003
MÜNCHEN (CW) - Die in Bocholt ansässige Amenotec GmbH bringt neue Versionen ihrer Knowledge-Management-Produkte auf den Markt. Zu den wichtigsten Verbesserungen zählt, dass sich die Such- und Klassifizierungsfunktion über Web-Services in unterschiedliche Umgebungen einbinden lassen.

Sowohl "Cortics Search" als auch "Cortics Classsify", das Dokumente zu bestimmten Themen oder Kategorien zuordnet, nutzen neuronale Netze als Kerntechnologie. Beide versuchen auf Basis des Kontextes, in den konkrete Inhalte passen, den Zugang zu vorhandenen Informationen zu vereinfachen.

Cortics Search bewertet Dokumente anhand des Zusammenhangs, in den sie thematisch gehören. Das Produkt kann daher Texte finden, in denen die eingegebenen Suchbegriffe nicht wörtlich vorkommen. Die Bewertung der Relevanz, die besonders bei der Sortierung der Suchergebnisse wichtig ist, richtet sich ebenfalls danach, wie ausführlich dort das für den Kontext bestimmende Thema behandelt wird.

Die aktuelle Version der Software kann Fehler bei der Eingabe von Suchbegriffen entdecken und nach dem Muster von Google alternative Ausdrücke vorschlagen. Neu ist zudem die Möglichkeit, Recherchen auf bestimmte Themenbereiche einzugrenzen. So ließe sich die Suche nach "Bank" etwa auf Geldinstitute beschränken, Texte zum Sitzmöbel würden dann ignoriert. Als weiteres Feature kam hinzu, dass sich Suchergebnisse thematisch zu Clustern zusammenführen lassen.

Die Aufgabe, Dokumente unter bestimmten Kategorien zusammenzufassen, gehört ansonsten zu den Kernfunktionen von Cortics Classify. Dabei ist die Software in der Lage, eine entsprechende Taxonomie selbständig auf Basis der ins System gefütterten Dokumente zu erstellen. Das Programm greift mithin auf keine Lexika oder vorgefertigte Kategoriensysteme zurück, sondern beginnt den Lernprozess bei jeder Textsammlung von vorne.

Amenotec (http://www.amenotec.de/) versteht sich primär als Technologielieferant, der seine Software bevorzugt an Systemhäuser sowie Hersteller von Content- und Dokumenten-Management-Systemen richtet. Die in der aktuellen Version eingeführte Unterstützung für Web-Services soll daher Partnern die Integration der Amenotec-Produkte erleichtern. Im Vergleich zu APIs für bestimmte Programmiersprachen lassen sich diese relativ einfach handhaben und dürften auch IT-Abteilungen vor keine großen Probleme stellen, etwa wenn sie die Software in Intranets einbinden wollen. Noch einfacher dürften für Letztere indes die schon bisher vorhandenen Schnittstellen auf Basis von HTTP und XML sein.

Cortics Search beinhaltet den "Cortics Server", der das Kernstück des Portfolios darstellt und für die Analyse der Dokumente zuständig ist. Die Klassifizierungssoftware umfasst die beiden zuvor genannten Produkte. Amenotec unterstützt bis dato nur Windows, eine Linux-Ausführung wird allerdings für die nächste Version erwogen. Der Preis für die Such-Software beginnt ab 25000 Euro, das kleinste Classify-Paket kostet 50000 Euro. (ws)