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05.10.1984 - 

DV-Fachkraft für Technik und Wirtschaft:

Wissens-Mix mit Chancen: Assistent Informatik

PADERBORN (lo) - Eine "breitangelegte und tiefgehende praxisorientierte Spezialausbildung" bietet das Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe E.V. (bib) für Abiturienten mit dem Abschluß "staatlich geprüfter Technischer Assistent Informatik" (TAI) an. Theorie in Informatik, anwendungsorientierten Technik- und Wirtschaftsfächern sowie umfangreiche Praxis in Rechenzentren und Elektroniklabors sollen in vier Semestern eine zukunftsorientierte, bundesweit anerkannte und förderungswürdige Berufsausbildung erwerben helfen.

Die Notwendigkeit von kombinierter DV-Berufsausbildung erklärt das bib als dringend: In Zukunft werden Fachleute gebraucht, die sowohl die technischen oder wirtschaftlichen Probleme als auch die Möglichkeiten informationsverarbeitender Systeme kennen. Sie müssen in der Lage sein, betriebsspezifische Probleme in DV-gerechte Lösungen umzusetzen. Gute Chancen sieht die Paderborner Institutsleitung besonders für Abiturienten als Erstausbildung, aber auch für Studienabbrecher als Stufenleiter in den Berufsweg.

In den drei Ausbildungsorten Paderborn, Bergisch Gladbach und Hannover beginnt zum ersten Oktober jeden Jahres die Veranstaltung für angehende TAIs. Als Zugangsvoraussetzung gelten das Abitur, die allgemeine Hochschulreife, oder die Berechtigung zum Langzeitstudium Mathematik und Informatik. Mathematische Eignung wird dabei großgeschrieben. Vor der Teilnahme steht ein Eignungstest. Spezielle Kenntnisse in Informatik werden nicht erwartet. Intensiv in die Themen Informations- und Kommunikationstechnologie, auch in Teamarbeit, "einzusteigen", ist allerdings der gemeinsame Nenner. Gefordert werden Eigenschaften wie logisches Denkvermögen sowie ausdauerndes und konzentriertes Arbeiten.

Den Unterricht erteilen DV-Praktiker mit Hochschulabschluß und ausgebildete Pädagogen hauptamtlich. Traditionelle Lehrformen im Klassenverband wechseln mit Kleingruppenunterricht und selbständiger Praxisarbeit an Computersystemen. Die Stundentafel weist Grundlagen der DV, Mathematik aber auch Compilerbau, Betriebssysteme, Systemanwendung, Datenbanken und Pascal, Cobol sowie Fortran als Programmiersprachen auf. Weiter stehen auf dem Lehrplan Wirtschaftslehre, Politik, Wirtschafts- und technische Informatik, daneben Software-Engineering. Bestandteil der Ausbildung ist eine selbständige Studienarbeit in Verbindung mit einem Wirtschaftsunternehmen. Hierbei sollen Erfahrungen aus dem Berufsalltag gesammelt, aber auch DV-Kontakte geknüpft werden.

Die Abschlußprüfung wird vor einem staatlichen Ausschuß unter Vorsitz des zuständigen Regierungspräsidenten abgelegt.

Der Technische Assistent Informatik soll als DV-Spezialist im Kleinteam beim Systemhersteller oder Anwender, in Handel, Banken und Industrie oder Forschungsinstituten arbeiten. Beim DV-Hersteller wirkt er bei der Erstellung von Betriebssystemen, Compilern beziehungsweise spezieller Systemsoftware mit. Beim DV-Anwender entwickelt er Programme für mathematische, wissenschaftlich-technische oder kaufmännische Problemstellungen. Seine Ausbildung befähigt ihn, Problemstellungen zu analysieren und zu ihrer Lösung auch komplexe mathematische Modelle zu entwickeln. Er soll in der Lage sein, ein Projekt während aller Phasen der Software-Entwicklung von der Problemanalyse über den Entwurf, die Programmierung und den Endtest, selbständig durchzuführen.

Bei entsprechenden persönlichen Voraussetzungen können Studierende durch das BAföG-Amt nach BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetzt), das Arbeitsamt nach AFG (Arbeitsförderungsgesetz), weiterhin durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr nach SVG (Soldatenversorgungsgesetz) oder die Rehabilitationsstellen der Landes- oder Bundesversicherungsanstalten gefördert werden.

Informationen: Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe e:V.

Fürstenallee 3 - 5, 4790 Paderborn,

Telefon: (0 52 51) 31 02-0

Hauptstr. 2, 5060 Bergisch Gladbach 2,

Telefon: (0 22 02) 5 60 35/5 10 58

Freundalle 27, 3000 Hannover,

Telefon: (05 11) 85 86 46