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16.07.1982 - 

CADCAM-Anwendungen benötigen neue Organisationsstrukturen:

Wissenslücken erschweren den Einstieg

WIESBADEN (nw) - Erhebliche Wissenlücken bei CAD/CAM-Einsteigern, die nicht wissen, wie sie ihre Anlage richtig implementieren sollen, beanstandet die Prime Computer Inc.: Oftmals würden solche Anwendungen einfach in gegebene organisatorische Abläufe hineingezwängt, statt diese neu auszurichten.

Neben dem bisherigen Auftragseingang rechnet die deutsche Tochtergesellschaft Prime Computer GmbH, Wiesbaden, heuer mit einem Umsatzzuwachs von mehr als 30 Prozent. 1981 hatte das Unternehmen knapp 50 Millionen Mark Einnahmen erzielt.

Resultieren wird dieser Zuwachs im Deutschland-Geschäft, so betont Prime-Chef Herbert Bechtel, vor allem aus einer lebhaften Nachfrage nach Hard- und Software für computergestützte Konstruktion und Fertigung (CAD/CAM). Im Maschinenbau, im Stahlbau, im Hoch- und Tiefbau und in der Elektronikbranche zeichne sich gegenwärtig ein regelrechter Boom für derartige technisch-wissenschaftliche Anwendungen ab.

Dabei komme jetzt - etwa im Vergleich zu Japan oder den USA - ein gewisser Nachholbedarf zum Tragen. Der Anteil der CAD/CAM-Verkäufe am deutschen Prime-Umsatz rangierten Bechtel zufolge derzeit bei 40 Prozent. Die bisherigen Haupteinsatzgebiete dieses Computermetiers liegen nach Prime-Erhebungen bei Kunden wie BMW, Mannesmann und Krupp vorwiegend in der Zeichnungserstellung, Festigkeitsberechnungen, NC-Programmierung, Fertigungssteuerung und Materialwirtschaft. Applikationen wie NC-Programmierung von Industrierobotern seien indessen noch selten anzutreffen.

Mit dieser auf CAD/CAM ausgerichteten Geschäftspolitik scheint die Tochter innerhalb des Konzerns die Nase vorn zu haben. Denn in den USA liege der Umsatzanteil im CAD-Bereich erst bei zehn Prozent.