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07.12.2001 - 

Funknetze beschleunigen auf 54 Mbit/s

WLAN-Standard verabschiedet

IRVINE (IDG) - Die IEEE hat sich auf einen weiteren Standard für schnelle Funk-LANs mit Transferraten von 54 Mbit/s geeinigt. Die neue Spezifikation 802.11g funkt im 2,4-Gigahertz-Band.

Mit der Verabschiedung des 802.11g-Standards, der auf einen Vorschlag der kalifornischen Intersil Corp. in Irvine zurückgeht, existieren nun drei aktuelle Spezifikationen für drahtlose lokale Netze (Wireless LANs = WLANs). Zu der Kategorie 802.11b gehört in der Regel das heute erhältliche WLAN-Equipment, das eine Transferrate von 11 Mbit/s beherrscht und Entfernungen von 300 Fuß (91,44 Meter) überbrückt.

Mit 54 Mbit/s sieht die IEEE-Spezifikation 802.11a eine höhere Geschwindigkeit zur Überbrückung von Distanzen bis 100 Fuß (30,48 Meter). Für diesen Standard, der das Fünf-Gigahertz-Band benutzt, haben bereits Hersteller wie Intel oder 3Com entsprechende Produkte angekündigt. Befürchtungen, dass er mit der Verabschiedung des gleich schnellen 802.11g obsolet sei, halten Branchenkenner für überzogen. In ihren Augen hat nämlich die Funkübertragung gemäß 802.11a einen entscheidenden Vorteil: Das Fünf-Gigahertz-Band ist nicht so mit anderen Funkanwendungen ausgelastet wie der 2,4-Gigahertz-Bereich, in dem die Übertragung entsprechend der jetzt verabschiedeten Definition 802.11g erfolgt. Ferner räumt selbst Intersil-Manager John Allen ein, dass 802.11a für Unternehmenskunden die erste Wahl ist. Dieser Standard verwendet nämlich acht Funkkanäle, so dass sich mehr Anwender ins Netz einklinken können.

Multimedia via FunkDagegen nutzt 802.11g nur drei Kanäle, womit die Benutzerzahl begrenzt ist. Entsprechend sieht Intersil als Anwendungsumfeld für den neuen Standard Klein- und Heimbüros. Hier ermögliche das Verfahren mit einem Nettodatendurchsatz von 30 Mbit/s die Nutzung von Multimedia-Anwendungen in DVD-Qualität. Gegenüber 802.11a hat die neue Spezifikation einen großen Vorteil: Sie ist rückwärtskompatibel zu den heutigen 11-Mbit/s-Geräten. Erste 802.11g-Chipsätze will Intersil im zweiten Quartal 2002 auf den Markt bringen. (hi)