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28.11.2003 - 

Veranstalter beklagen deutlichen Besucher- und Ausstellerrückgang

Wo bitte geht's zur Comdex 2003?

LAS VEGAS (CW) - Dem Comdex-Veranstalter Media Live International Inc. ist es nicht gelungen, der einstigen IT-Leitmesse ein neues Gesicht zu geben. Zu viele große Anbieter fehlten, um dem Anspruch gerecht zu werden, eine Veranstaltung für IT-Profis zu sein.

"Was ist die Comdex?" Diese Frage bekamen die Besucher des Öfteren von Taxifahrern in Las Vegas zu hören. Ein deutliches Zeichen für die sinkende Bedeutung der einstmals wichtigsten IT-Messe der Welt. Gerade 45 000 Besucher fanden zwischen dem 17. und 20. November ihren Weg ins Las Vegas Convention Center, wo rund 550 Aussteller ihre Produkte präsentierten. Mit diesen Zahlen ist die Comdex nur noch ein Schatten ihrer selbst. Vor drei Jahren meldeten die Veranstalter rund 220000 Besucher und über 2000 Aussteller.

Die Krise der Comdex zeichnete sich bereits im Sommer 2003 ab, als mit Key-3-Media der Veranstalter der letzten Jahre Pleite machte. Die Verantwortlichen der Nachfolgegesellschaft Media Live International Inc. planten, die Comdex neu auszurichten. So sollten in diesem Jahr verstärkt professionelle Anwender nach Las Vegas gelockt werden. Consumer-Produkte sollten in den Hintergrund treten. Die Messe könne nicht mehr alles bieten, erläuterte im Vorfeld Eric Faurot, General Manager für die Comdex. Ziel sei es, die richtigen Käufer mit den richtigen Verkäufern zusammenzubringen.

Diese selbst gestellte Vorgabe haben die Verantwortlichen jedoch verfehlt. Viele Besucher beklagten das Fehlen wichtiger Branchenvertreter. Außer Microsoft, Dell, Computer Associates (CA) und Siebel fanden sich kaum Namen großer IT-Firmen auf der Ausstellerliste. Jai Agrawal, IT-Manager bei Boeing Satellite Systems in Los Angeles, monierte, dass die Comdex so ihren Anspruch, umfassend über neue Techniken zu informieren, nicht erfüllen könne. "Ich glaube nicht, dass ich noch einmal kommen werde."

In dieses Bild passte auch das Fehlen neuer Techniken oder Produkte. Microsoft-Gründer Bill Gates versprach zum wiederholten Mal mehr Sicherheit. Sun-Chef McNealy versuchte seiner krisengebeutelten Firma mit Servern, die auf AMDs Opteron-Prozessoren basieren sollen, eine neue Zukunftsperspektive zu geben. Daneben stellte Dell Tintenstrahldrucker und Samsung eine weitere Linie von Thin-Film-Transistor- (TFT-)Monitoren vor.

Die Comdex-Veranstalter machten trotzdem gute Miene zum bösen Spiel. Die Erwartungen der Aussteller hätten sich erfüllt, erklärte Faurot zum Abschluss der Veranstaltung. Trotz der geringeren Zahlen habe man eine höhere Dichte auf der Ausstellungsfläche erzielt. Für das kommende Jahr habe bereits Microsoft sein Kommen zugesagt. Außerdem sei man dabei, große Hersteller wie zum Beispiel IBM, die seit 1997 fehlt, zu einer Rückkehr nach Las Vegas zu bewegen. (ba)