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11.03.2008 - 

Kolumne

Wo ist die nächste Sau Kolumne ...

... die wir durchs Dorf treiben können? Keine Frage, die CeBIT ist für die meisten Beteiligten gut verlaufen. Wie es scheint, hat das neue Konzept funktioniert. Es waren - auch dank massiver Freikartenkontingente - mehr Besucher auf dem Gelände als 2007.

Weil die Messe dieses Mal nur sechs statt sieben Tage dauerte, ist der Besucheranstieg umso bemerkenswerter. Selbst der Sonntag, von dem viele Aussteller im Business-to-Business-Segment befürchtet hatten, dass er ihnen wegen der vielen Endverbraucher die Messebilanz verhageln würde, verlief relativ normal (siehe Seite 6).

Was auf der IT-Show an der Leine wieder einmal fehlte, waren echte Neuheiten (vulgo die Sau). Außer Green IT war weit und breit nichts zu entdecken, was als Wegweiser für die nächsten zwölf bis 18 Monate getaugt hätte. Dabei fehlte keine der aktuellen Technologien oder Buzzwords. Die CeBIT war, wie schon in den letzten Jahren, der getreue Spiegel des Marktes. Schöner wäre es für die Besucher gewesen, wenn sie nicht nur in den Spiegel, sondern auch in die Kristallkugel hätten blicken können.

Das Fehlen von Trends und wegweisenden Technologien liegt teilweise sicher an den Anbietern, die ihre Neuigkeiten nicht mehr im Rhythmus der großen Messen ankündigen. Aber es beruht auch auf der Ausdifferenzierung der IT und der Bedürfnisse der Anwender. Selbst wenn es Neuigkeiten gibt, betreffen diese immer kleinere Ausschnitte der Anwenderschaft. Eine Entwicklung, die alle betrifft, lässt sich nur selten daraus ableiten. Der Hype, den die Funktechnik RFID beispielsweise vor vier Jahren noch in der ganzen Szene auslöste, scheint heute nicht mehr vorstellbar. Blade-Computing, Billig-Notebooks, Virtualisierung und selbst das Schlagwort Green IT erreichen bei weitem nicht die Aufmerksamkeit,wie die Funktechnik sie auf sich zog.

Angesichts dieser Marktzersplitterung werden sich Großveranstaltungen wie die CeBIT immer schwerer tun, die Branche hinter einigen großen Trends zu versammeln. Dennoch müssen sie es weiter versuchen. Wenn es die CeBIT nicht mehr schafft, Signale für die Entwicklungsrichtung der IT zu senden, dann verkommt sie zum Branchentreffpunkt. Das ist zwar für alle Beteiligten furchtbar nett, aber es reicht nicht als Existenzgrund für eine Großveranstaltung.

Was meinen Sie? Sind Veranstaltungen wie die CeBIT noch sinnvoll, oder haben sie sich in Zeiten der Sofortinformation via Internet überlebt? Diskutieren Sie mit unter http://blog.computerwoche.de