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14.11.2008

Wo ist eigentlich ... Friedrich Fröschl?

"Heute habe ich keinen Zentralvorstand mehr - das macht mich frei."

Der diese Sätze sagt, war der erste Konzern-CIO bei Siemens. Vor vier Jahren verließ Friedrich Fröschl seinen Arbeitgeber.

Ende 2001 war er als Bereichsvorstand und CIO angetreten, in den gigantischen IT-Verhau des Weltkonzerns Ordnung zu bringen - in ein Durcheinander, zu dessen Entstehen er als Chef der IT-Dienstleistungstochter SBS sicher auch seinen Beitrag geleistet hatte. Allein 267 unterschiedliche SAP-Systeme fand er vor. Innerhalb von drei Jahren sollte er 800 Millionen Euro einsparen - bei einem Budget von vier Milliarden. Doch je mehr Fröschl zentralisierte, desto stärker bremsten ihn die Bereichsfürsten aus. Er bemängelte die fehlende Unterstützung aus dem Zentralvorstand.

Fröschl galt als Hoffnungsträger im Konzern. 1995 hatte er sich zum Ziel gesetzt, SBS in die Top fünf der Weltrangliste zu katapultieren. Am Ende des Geschäftsjahres 2001 (30. September) musste er einen Verlust von 259 Millionen Euro verkünden.

Neubeginn als Berater

Noch im Jahr des Abschieds 2004 gründete er die Firma Hi Tec Invest. Mit der Merger- und Akquisitions-Beratungsgesellschaft beriet er zunächst Private-Equity-Unternehmen. Später wandelte er seine Münchner Firma selbst zu einer Beteiligungsgesellschaft um. 2005 gründete er zudem die Hi Tec Invest Inc. und eröffnete ein Büro in Manhattan. Zwei Jahre später stieg er in die Private-Equity-Firma Stars of Europe (SOE) ein.