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10.11.2008

Wo ist eigentlich ... Marco Börries?

Die Geschichte ist so gut, dass man sie nicht oft genug erzählen kann: 1984 ging der 15-jährige niedersächsische Gymnasiast Börries nach Kalifornien zu einem Austauschjahr.

Er war von der Aufbruchstimmung ins Hightech-Zeitalter so begeistert, dass er nicht mehr zurückkehren wollte. Als ihm dann doch nichts anderes übrig blieb, gründete er in der Familiengarage das Unternehmen Star Division, das mit dem Produkt Star Office später die einzige ernst zu nehmende Konkurrenz zu Microsofts Office-Paket hervorbrachte. Zehn Jahre später wird er als "deutscher Bill Gates" gefeiert, sein Unternehmen mit 200 Beschäftigten erwirtschaftet einen dreistelligen Millionenumsatz.

1999 verkauft er seine Gründung für 70 Millionen an den Microsoft-Erzrivalen Sun und bleibt dort zwei Jahre.

Mobilchef bei Yahoo

Börries gründet die Firma Verdisoft mit dem Ziel, elektronische Geräte vom PC über das Handy bis zur Spielekonsole so zu verbinden, das der Nutzer ohne Aufwand Inhalte hin und her schieben kann. Sehr bald werden Hightech- und Medienkonzerne auf ihn aufmerksam. Schließlich verkauft er 2005 für 94 Millionen Dollar an Yahoo. Auch heute noch ist Börries bei Yahoo für das weltweite mobile Geschäft zuständig.Mit seinen 40 Jahren ist er der wohl ranghöchste deutsche IT-Manager im Silicon Valley, betont aber immer wieder, dass es ihm nicht auf eine Management-Karriere ankomme. Ein weiterer Aufstieg bei Yahoo sei für ihn kein Thema. (hk)