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16.01.2009

Wo ist eigentlich ... Oliver Sinner?

2002 hat er das gemeinsam mit Matthias Schrader nach ihren Nachnamen genannte Unternehmen verlassen. Oliver Sinner wollte nur eine Auszeit von ein paar Monaten nehmen, weil seine Tochter zur Welt kam. Damit aber waren der Aufsichtsrat und der restliche Vorstand nicht einverstanden, so dass er sich endgültig aus dem Unternehmen verabschiedete. SinnerSchrader gehörte zu den Firmen des Internet-Hypes. In ihrer besten Zeit zur Jahrtausendwende beschäftigten die Hamburger 250 Mitarbeiter und hatten einen Börsenwert von einer halben Milliarde Euro. Dann ging es bergab, heute sind es aber wieder so viele Köpfe wie damals.

Und jetzt das Kontrastprogramm: Der studierte Betriebswirt und Marketing-Profi verabschiedete sich an die Ostsee - in die Region seines Geburtsortes. In der Nähe von Grömitz hat der 39-jährige Vater zweier Kinder gemeinsam mit seiner Frau ein 300 Jahre altes Bauernhaus renoviert. Im Geburtsort Grömitz hat er 2004 zunächst ein baufälliges Hotel übernommen, dann ein Restaurant und schließlich ein Appartmenthaus und alles auf Vordermann gebracht. Diesen Winter wolle er aber nun endlich etwas kürzer treten und sich mehr der Familie widmen. Er beschäftigt mittlerweile 16 Mitarbeiter, aber alles läuft viel ruhiger und entspannter als in den verrückten New-Economy-Zeiten: "Keine 14-Stunden-Tage mehr, kein 50- oder 100-prozentiges Wachstum." Auch wenn er regelmäßig Kontakt mit seinem Partner Schrader habe und am Unternehmen beteiligt sei, einen Wiedereinstieg in die Hightech-Branche könne er sich derzeit nicht vorstellen. (hk)