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28.10.1994

Wo sind sie geblieben?

Die Rede ist von den Managern und Entscheidern, die die Messe "Qualifikation 94" in Hannover besuchen sollten. Zumindest hatten die Veranstalter, die Deutsche Messe AG und der Q-Verband, die Fuehrungskraefte als Zielgruppe anvisiert.

Diese sind vernuenftigerweise zu Hause geblieben. Denn der Bauchladen Qualifikation haette sie wohl eher in Rage gebracht: von der Pneumatik ueber die Elektrosteuerung bis zum Hotel im Weingarten und dem Multimedia-Produkt - alles war ohne erkennbares System aneinandergereiht.

Nichtsdestotrotz aeusserten sich viele Aussteller zufrieden. Das haengt damit zusammen, wie sich in Gespraechen herausstellte, dass die Erwartungen bei dieser Erstveranstaltung nicht allzu gross waren und dass die Praesenz fuer einige Schulungsanbieter auf der Konkurrenzmesse "Didacta" von Jahr zu Jahr frustrierender wurde. Zwar fehlten in Hannover die Entscheidungstraeger, aber dafuer war man auch die Lehrer los, wie einige Teilnehmer erleichtert anmerkten.

Immerhin sollen sich zahlreiche Personal- und Weiterbildungsexperten ueber das im Markt befindliche Angebot informiert haben, wobei die Multimedia-Aussteller, wenn man ihnen glauben darf, auf ihre Kosten gekommen sind. Das koennte sogar stimmen, denn die Schulungsexperten in Unternehmen muessen sparen, und da bietet sich eine Technologie wie Multimedia geradezu an.

Ansonsten war die Messe wie jede andere auch ein grosser Marktplatz, und man hatte den Eindruck, dass sich die Schulungsanbieter und Trainer darueber freuten, jetzt endlich ihren eigenen Treffpunkt zu haben.

Wer allerdings Antwort auf die Frage suchte, wie die Arbeitswelt von morgen aussieht und wie man sich darauf vorzubereiten hat, suchte vergebens. Man feierte aber die Renaissance des Facharbeiters. Eine Initiative, die die Beschaeftigungsmoeglichkeiten der Zukunft zeigte, wurde in die letzte Hallenecke verbannt. Die Messegesellschaft hat die Chance vergeben, sich mit einem innovativen Konzept hervorzutun. Statt dessen wurde Standflaeche verkauft wie seit eh und je. Das ist zuwenig.