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12.01.1979

Wohlstand undoder Lebensqualität

ZÜRICH (sg ) - Von der schon fast zu einer Tradition gewordenen alljährlichen Herbsttagung der UNIVAC - dieses. Mal unter dem Thema "Wohlstand und/oder Lebensqualität" gestellt - ließen sich wieder über 2000 Führungskräfte aus Wutschaft und Verwaltung anlocken.

Vor diesem breiten Teilnehmerkreis sprach der Ludwig-Erhard-Preisträger Prof. Wolfram Engels über die um sich greifende Bürokratisierung und monierte die einseitige Ausrichtung des ökonomischen Denkens und Handelns an Wachstumsraten; der Arbeitnehmervertreter und Präsident des Christlichen-Nationalen Gewerkschaftsbundes der Schweiz, Dr. Guido Casetti, äußerte sich zum Thema "Lebensqualität" aus dem gewerkschaftspolitischen Blickwinkel; der Unternehmer und Nationalrat Ulrich Bremi hält die Erneuerung der Motivation für eine Schicksalsfrage unserer Generation.

In allen Referaten wurde deutlich, daß die Frage nach der Vereinbarkeit von Wohlstand und/oder Lebensqualität dann als positiv beantwortet gelten kann, wenn der Wille des einzelnen zur Selbstgestaltung des Lebens gestärkt werde.

Die Ausführungen mündeten also in einem klaren Plädoyer für einen praktizierten Liberalismus. Nationalrat Ulrich Bremi sprach in diesem Zusammenhang von einer positiven Formulierung des Liberalismus, in dem man nämlich sage, was man wolle, und nicht nur, was man nicht wolle.

Vor allem gelte es jedoch, die Position des Unternehmers neu zu überdenken. Man müsse sich zunächst einmal aus dem betont ängstlichen Absicherungsdenken, gefördert durch zum Teil demotivierende Gesetze, befreien. Das in der Schweiz erreichte hohe Maß an Wohlstand und Lebensqualität ist heute durch den "Zerfall der Motivation" mehr und mehr in Frage gestellt. Wohlstand und Lebensqualität sind deshalb gefährdet.