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27.10.1978 - 

"Wenn da mal die CPU ausfällt. . . "

Woolworth-Zentrale führt dezentrale DE ein

27.10.1978

FRANKFURT (sf) - Seit November 1977 setzt die Woolworth & Co GmbH in ihrer Frankfurter Zentrale 17 intelligente, dezentral aufgestellte Datenerfassungsterminals MDS 21/20 mit insgesamt 33

Bildschirm-Arbeitsplätzen ein. Die Geräte lösten seinerzeit eine

Inforex-Konfiguration ab, über die zentral erfaßt wurde. Das bereitete zwar keine Schwierigkeiten, war den Woolworth-Managern auf Dauer aber zu riskant: "Wenn da mal die CPU oder die Matte ausfällt, drehen alle Erfasserinnen Däumchen", warnt EDV-Leiter Werner Weiß.

,,Dezentralisierung der Datenerfassung" heißt seither das Motto in der Woolworth-Hochburg. Nach und nach werden die einzelnen Fachabteilungen mit eigenständigen MDS-Systemen ausgerüstet. Anfangs traten dabei Geschwindigkeits-Probleme auf: "Als Nur-Erfwassungssysteme sind die 21/20-Terminals von Haus aus zu langsam", findet Weiß. MDS hat daraufhin die ursprünglich als Vierer-Konfiguration konzipierten Anlagen in zwei Zweier-Systeme mit je zwei Arbeitsplätzen aufgesplittet. Mit Erfolg, wie's scheint, denn die 21/20-Magerstufen haben sich nach Weiß' Worten gut bewährt.

An den MDS-Terminals übernehmen Sachbearbeiter in den Fachabteilugen heute zum Beispiel die Stammdatenpflege, das heißt, die Dateien werden direkt am Entstehungsort der Daten ergänzt und upgedatet. Das gleiche gilt für Einkaufsdaten und die Warenrechnungsregulierun. Hierbei kann die Bedienungskraft Anmerkungen zu Lieferantenrechnungen erfassen und die jeweiligen Kostenfaktoren am Bildschirm prüfen. Logische Kontrollen bei Massendaten erledigt die Anlage automatisch.

DV-Chef Weiß lobt vor allem die Flexibilität der

Diskettenerfassungsplätze:" Man schnappt sich so ein Gerät mit Bildschirm, stellt es in die Fachabteilung und sagt, nun mach mal." Und was sie dann machen, müssen sie schließlich - ist erst mal die Bedienung klar - auch verantworten.

Das betrachtet Werner Weiß ebenfalls als Vorteil; denn "wenn vorher irgendwelche Fehler in der Datenverarbeitung auftraten, hieß es immer, es läge an dem Großrechnersystem oder an den Erfasserinnen", erinnert sich der Woolworth-Mann, "heute dagegen kann man das viel besser zurückverfolgen, wobei sich dann eben schon mal rausstellt, daß der Fehler bereits in der Fachabteilung gemacht wurde".