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29.09.2015 - 

Der CP-Querschläger – Kolumne

Work-Life-Balance oder Geld?

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Maschinen, Betriebsstätten und Kunden werden ständig gepflegt, nur der Mensch im Unternehmen ist zu oft auf sich selbst angewiesen. Umso wichtiger ist ein seelischer Ausgleich, um funktionsfähig zu bleiben.

Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Diese römische Redensart, die im Original einen Ochsen mit Jupiter vergleicht, hat auch im Arbeitsalltag ihre Berechtigung.

Denn während für die einen die monatliche Abrechnung eine Qual ist, ist es für andere wiederum eine totale Entspannung, mit Zahlen zu spielen. Dasselbe gilt für Projekte, Vorstandssitzungen oder etwa Produktvorstellungen auf Messen.

Arbeitsbelastung ist nichts anderes als ein "Verschleiß" von Energie. Die gilt es rechtzeitig wieder aufzuladen.
Arbeitsbelastung ist nichts anderes als ein "Verschleiß" von Energie. Die gilt es rechtzeitig wieder aufzuladen.
Foto: Kenishirotie_shutterstock

Ein weiterer Aspekt ist die Verantwortlichkeit: Fremdes Geld zu managen ist um einiges stressfreier, als wenn es das eigene ist. So kann für ein kleines Unternehmen die Bindung an einen Großkunden den Durchbruch bedeuten – oder die Privatinsolvenz. Für einen Konzernmanager fällt dann eben nur der Bonus etwas niedriger aus, und wenn es ganz dumm läuft, muss er sich eben frühzeitig "neuen Herausforderungen" widmen.

Wichtig ist dabei zweifellos der Spaß bei der Arbeit, denn nur dann ist es keine. Während es außer Frage steht, Maschinen, Betriebsstätten und Kunden zu pflegen, ist der Mensch im Unternehmen zu oft auf sich selbst angewiesen, um seine "Funktionsfähigkeit" zu erhalten. Arbeitsbelastung ist nichts anderes als ein "Verschleiß" von Energie. Die gilt es rechtzeitig wieder aufzuladen.

Ergibt es daher Sinn, seine Energien im Hamsterrad im täglichen Kampf um Anerkennung und oft irrationale Vorgaben zu vergeuden? Wäre es nicht besser, diese auf sich selbst zu konzentrieren? Wer es nicht schafft, einen adäquaten Ausgleich zu schaffen – ob mit Work-Life-Balance oder ausgiebigem Urlaub – muss eher früher als später mit den Konsequenzen rechnen.

Im Prinzip sind es die gleichen Folgen, wie sie auf Zigarettenpackungen aufgedruckt sind. Nur schöner beschrieben. Dazu kommen psychische Leiden, die in einem Teufelskreis von Phasen der Antriebslosigkeit, Arbeitswut und anschließender Frustration münden. Was bieten Unternehmen an Lebensqualität bei der Arbeit? Wer bietet wirklich "gute und gesunde Arbeit" an?

Mein Fazit: Für Individuen kann es keine allgemeingültigen Lösungen geben. Unternehmen müssen eine breite Palette von Ausgleichsmöglichkeiten bieten, wenn sie auf Dauer attraktiv bleiben möchten.

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