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Microsoft-Technik als kleinster gemeinsamer Nenner


16.02.1996 - 

Workflow-Gremium einigt sich auf MAPI-basierten Standard

Bei dem Quasistandard handelt es sich um "Interface 4", eine von vier Spezifikationen, mit denen das Gremium die Kommunikation zwischen Workflow-Systemen regeln will. Grundlage der Schnittstelle soll nun das MAPI-basierte Workflow-Framework von Microsoft werden. Beide Verfahren weisen zahlreiche UEberschneidungen auf, so dass man sich auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Entwicklungsarbeit geeinigt habe, begruendet Raul Medina Mora, Chairman fuer den technischen Bereich des Komitees, die Entscheidung.

Interface 4 sollte eigentlich aus einer Reihe von Befehlen bestehen, die jeweils auf verschiedene Messaging-Systeme zugeschnitten werden. Nach dem nun beschlossenen Plan vereinfacht sich die Befehlsstruktur erheblich: Es sind nur noch drei oder vier Basiskommandos vorgesehen, auf die Workflow-Produkte zugreifen, wenn bestimmte Routinen getriggert oder Informationen verteilt werden sollen. Der Vorteil fuer den Anwendungsentwickler besteht laut Mora darin, dass er das Interface von einem E-Mail-System, von einer Datenbank oder ueber einen Remote Procedure Call ansprechen kann.

Dass Interface 4 statt der systemspezifischen Schnittstellen nun Microsofts Klassenbibliotheken verwendet, kommt nicht von ungefaehr: Die Entwicklungsarbeiten an der Spezifikation liegen weit hinter dem Zeitplan zurueck, so dass mit MAPI-Workflow eine schnelle Alternative zur Verfuegung steht. Urspruenglich hat Mi-crosoft dieses API-Set definiert, um Office-Anwendungen via Exchange Server mit Workflow-Features auszustatten. Die MAPI-Technik sei primitiv, erklaert ein Mitglied des Konsortiums. Das Positive daran sei lediglich, dass sich mit der Entscheidung fuer den Microsoft-Standard endlich etwas bewege. Kritik kommt auch von der Ultimus Ltd., einem Workflow-Hersteller aus North Carolina: MAPI-Workflow verspreche zwar einen Fortschritt, um eine Workflow-Loesung handle es sich dabei allerdings nicht.